[
REVIEWS ]
T
TERRORIZER
- Darker Days Ahead -Cd
TERRORIZER anno 2006 das ist nur noch 50% der Original "World Downfall"
Besetzung (Jesse Pitando (R.I.P.) und Pete Sandoval) und 50% Neuzugänge
(Tony Norman (Bass) und Anthony Rezhawk (Vocals); David Vincent vermisse
ich auf gar keinen Fall, aber ohne Oscar Garcia am Gesang hat man eh
schon verloren!). TERRORIZER anno 2006 das ist schlicht und ergreifend
eine "Band" (hüstel!), die ein auf "Retro"
getrimmtes Death/Grind-Album mit ein paar nur wenig zündenden TERRORIZER-Coverversionen
(z.T. von "World Downfall", z.T. von den Geschichten davor-ja,
richtig gelesen liebe Jungs und Mädels, auch vor "World Downfall"
waren TERRORIZER schon releasetechnisch aktiv
) sowie ein paar
unterdurchschnittlichen, neuen Songs zusammengeschustert und damit mächtig
an ihrem bisherigen Kultstatus gekratzt hat. TERRORIZER anno 2006 hat
(erwartungsgemäß) nix mehr mit alten Glanztaten zu tun. TERRORIZER
anno 2006 reiht sich damit in eine schier unendliche Reihe von Reunionklogriffen
ein. TERRORIZER anno 2006 das ist Bullshit, den eigentlich kein Schwein
braucht!!!!!!!!!!!!!!!!! Fuck Off und Ende der Durchsage! [Century Media]
Gerste
THE
HOLY MOUNTAIN - Enemies -12"
Nach "Entrails" kommen THE HOLY MOUNTAIN nun mit ihrem zweiten
Longplayer (wenn man denn bei einer einseitig bespielten 12" von
einem "Longplayer" sprechen will
) daher und überraschen
uns wieder mal mit einem düsteren und Energiegeladenen HC/Punk-Brett
vom feinsten! Veränderungen zum älteren Material gibt's eigentlich
keine, außer dass diese Scheibe meiner Meinung nach noch etwas
schneller und wuchtiger rüberkommt. Auch hier kann man natürlich
die Portlandeinflüsse der Marke TRAGEDY nicht leugnen. Allerdings
hatten THE HOLY MOUNTAIN schon immer eine eigenen Note und meiner Meinung
nach einen hohen Wiedererkennungswert. Dazu kommen wieder die derben,
dunklen Vocals des Sängers. Wunderbar. [Alerta Antifascista, www.no-parasan.org]
Erik
TORTURE
KILLER - Swarm -Cd
Chris Barnes lässt grüßen! Abgesehen vom alten Barnes
kommt der Rest der Band Finnland und bei ihnen wird steht midtempolastiger
Death Metal auf dem Plan, welcher durch die typische Stimme des Herrn
Barnes geprägt wird. Man packt man hier die Groove Walze aus und
hat viele Moshparts am Start, doch fehlt mir einfach die endgültige
Zündung. Zwar wird hier nur gegrunzt und auf die SIX FEET UNDER-typischen
Kreischparts verzichtet, aber das Gelbe vom Ei ist auch die gesangliche
Darbietung sicher nicht. Bei "Multiple Counts Of Murder" versucht
man aus dem Midtempotrott auszubrechen und geht mal ein bisschen melodiöser
ans Werk. Leider bleibt dies die Ausnahme. Für mich jedenfalls
ist eben dieser Song das beste Stück der Platte, die ansonsten
über weite Strecken einfach nach einem lauwarmen S.F.U.-Aufguss
klingt. Anhängern der alten S.F.U. dürfte das Teil trotzdem
gefallen. Nicht schlecht, aber richtig gute Platten hören sich
anders an! [Metal Blade] Marcus666
TRAGEDY
- Nerve Damage -Lp
Ach wie hab ich diesen Tag herbeigesehnt!!! Ehrlich gesagt habe ich
schon gar nicht mehr mit einem neuen Album von TRAGEDY (Ex-HIS HERO
IS GONE, URANUS, COPOUT, FROM ASHES RISE und DEATH THREAT) gerechnet,
aber diverse Gerüchte über eine Auflösung haben die Jungs
aus Portland mit "Nerve Damage" nun wohl endgültig niedergeschlagen.
Was Musik betrifft, gehören TRAGEDY für mich schon seit ihrer
ersten Pladde zu meinen absoluten Lieblingen. Ich denke man kann sogar
behaupten, dass sie eigentlich einen Stil so sehr geprägt haben,
wie kaum eine andere Band der heutigen Zeit. Immerhin gibt's heute hunderte
Bands, welche krampfhaft versuchen genau diesen Stil nachzuahmen oder
welche zumindest stark durch TRAGEDY beeinflusst wurden. Und dass sie
den D.I.Y.-Spirit förmlich leben, ist eigentlich auch klar. Oder
welche Band schaffte es schon ohne Internetseite, ohne festes Label
und ohne jegliche Promotion so schnell eine solche Fangemeinde aufzubauen?
Ich denke sie haben bisher alles richtig gemacht, auch wenn sie bei
diversen Leuten (a.k.a. Neider) oft Kritik ernten. Mit diesem Release
darf man allerdings auch nichts Neues erwarten, eher kann man sagen,
dass sie mit dem neuen Material gnadenlos an den Vorgänger "Vengeance"
anknüpfen. Die 11 Songs, welche in Eigenregie veröffentlicht
wurden, sind voller Power und Aggressivität, zugleich aber auch
sehr melancholisch, düster und wieder mit tollen Melodien ausgestattet.
Der Gesamtsound der Platte ist natürlich auch wieder recht gut
gelungen. Absolut zu empfehlen! [Tragedy Rec.] Erik