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PHOBIA - Cruel -Cd
Hoppla, bei PHOBIA geht das Veröffentlichen neuer Grindmassaker ja wie das Brezelbacken! Ist noch gar nicht so lange her, dass sie uns mit "Get Up And Kill" gepflegt die Rübe abmontierten, da steht mit "Cruel" schon wieder der nächste Großangriff an. Und der hat es in sich, bietet er doch völlig geiles Geholze, mit einer der besten Produktionen einer PHOBIA-Platte überhaupt! Scott Hull (AGORAPHOBIC NOSEBLEED, PIG DESTROYER etc.) saß an den Reglern und hat einen Sound hingezaubert, der den Putz von der Decke rieseln lässt. PHOBIA treten mit einem neuen Line-Up an und das funzt mindestens genau so gut wie das alte! Überhaupt wird heuer eine wahnsinnige Spielfreude an den Tag gelegt, so dass gleich die ersten 3 Songs (der Titeltrack "Cruel"-ein typischer PHOBIA-Knaller und mit knapp über 2 Minuten recht lang ausgefallen, eine 18 Sekunden-Attacke mit dem göttlichen Titel "Death To False Punks" und das crustinfizierte "So Full Of Hate") so was von dermaßen zünden, dass es eine wahre Wonne ist. Sehr geile Scheibe also und tatsächlich noch ein bisschen rotziger und abwechslungsreicher als der Vorgänger ausgefallen. Des Öfteren werden mal Strukturen klassischer Punkrocksongs durch den Wolf gedreht (wie bei "Let´s Get Pissed"), aber keine Angst, die 9 Sekunden kurze Detonation "Grind" (yeah!) holt Euch allerspätestens wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Bei "Ignorant Americans", dem längsten Stück auf "Cruel", werden ein paar gemäßigte(re) Töne angeschlagen. Das Teil hätte auch gut auf "Serenity Through Pain" gepasst. "Slaying Bastards" glänzt mit ein paar coolen Metal-Leads und dürfte besonders Leute wie unseren Marcus666 erfreuen. Dazwischen immer wieder derbstes Gehacke wie "Drunken Spree Of Violence", "War With Us" oder "Yankee Swine". Gesanglich pendelt man (wie immer) zwischen dem typischen Brüll/Growl- vs. Kreischduellen, wobei ein old schooliger HC-Einschlag auch nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Das einzige, was an dieser Platte misslungen ist, ist das Cover! Irgendwie vollkommen Metal und irgendwie vollkommen Scheiße… Ansonsten volle Punktzahl! [Willowtip, www.willowtip.com] Gerste

PHOBIA / SKRUPEL - Split -7"
Durch und durch ein Grindkiller ist die PHOBIA/SKRUPEL-Split geworden! Hat ja auch ganz schön lange auf sich warten lassen, das gute Stück, aber die Warterei hat sich mal wieder gelohnt. Als erstes sticht gleich das Artwork ins Auge: Adolf Bushler mit Geschoßflügeln, quasi als "Angel Of Death", vor Kriegs- und Zerstörungsszenario. Fucking Killer! Mucketechnisch ist ebenfalls alles im dunkelgrünen Bereich. Bei PHOBIA sowieso, das hatte ich auch nicht anders erwartet. Ihre 5 Beiträge sind keinen Deut schlechter als das zerstörerische Geschehen auf ihrem neuen Longplayermonster "Cruel", bloß vom Sound her einen Tick ungeschliffener. Ausfallerscheinungen? No way! Mit SKRUPEL konnte ich bisher eigentlich nicht besonders viel anfangen. Fand eigentlich nur ihre Lp so richtig gelungen. Doch gelungen sind auch ihre 9 Wutausbrüche auf dieser Split. Grindviolence bis der Arzt kommt, wunderbare Aggrovocals und einen Text zu "Punk Or Farce?" den sich (nicht nur) Dean Jones und die zum Möchtegernrockstarkasperletheater verkommenen E.N.T. unbedingt mal zu Gemüte führen sollten… [R.S.R., http://members.tripod.de/skrupel] Gerste

POOSTEW / JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE - Split -Mcd
Hatten mich POOSTEW mit ihrem Longplayer "Struggle" noch gnadenlos umgeblasen, so hält sich meine Begeisterung für ihre Tracks auf dieser Split eher in Grenzen. Bereits im dem Interview in CFMD #12 gaben sie an, dass frühere Einflüsse wie MÖRSER, ASSÜCK und PIG DESTROYER jetzt eher Inspirationsquellen der Marke MISERY INDEX und THE BLACK DAHLIA MURDER gewichen sind. Grinden tun sie zwar immer noch sehr ordentlich, gegen einen ordentlichen MISERY INDEX- Einschlag habe ich nichts einzuwenden und auch an den Vocals und dem Sound habe ich nicht das Geringste auszusetzen, doch dieser schwedisch geprägte, melodische Unterton bei einem Großteil der neuen Songs (überdeutlich herauszuhören bei "Propaganda Inc." und "You´re The Fucking Antichrist" ) will mir nicht so recht munden. Obwohl die neuen Tracks nicht wirklich schlecht sind, finde ich ihr altes Material definitiv geiler. JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE langen dagegen genau so hin, wie man es von ihnen gewöhnt ist, was nichts anderes bedeutet , als dass mal wieder ein wunderbar kaputter und völlig eingeständiger Stil mit dem üblichen sicken Unterton aufgefahren wird. Über eindimensionales Songwriting und mangelnde Abwechslung braucht sich also (mal wieder!) niemand zu beschwerden! Für mich ganz klar die Gewinner dieser Split, die es insgesamt gerade mal auf 12 Songs und somit eine nicht unbedingt berauschende Spielzeit bringt, dafür aber (zumindest im Vergleich zu anderen Mcd-Veröffentlichungen) zu einem halbwegs vertretbaren Preis angeboten wird. [Silentstagnation Rec., www.silentstagnationrecords.com] Gerste