[ REVIEWS ]

K

KATAKLYSM - In The Arms Of Devastation -Cd
Tja, wie soll ich mich ausdrücken? Mit dem Album ist man etwas langsamer geworden. Ja, ich glaube das trifft es! Man arbeitet mit mehr atmosphärischen Gitarrenparts und legt nicht mehr soviel Augenmerk auf die Geschwindigkeit, was mich jetzt nicht besonders stört, aber trotzdem irgendwie schade ist, denn das Highspeedgeprügel hat KATAKLYSM bisher ausgemacht. An Aggression hat man zum Glück nicht verloren. Losgehen tut das Ganze wieder mit einem gesprochenen Intro, ehe man mit "Like Angels Weeping" startet. Maurizio grunzt und kreischt in seiner typischen Art und Weise und auch die Gitarren sind wieder typisch KATAKLYSM. Die Drums werden nicht mehr von Maurais, sondern nun von Max Duhamel bedient, welcher damals auch schon "Epic" eingespielt hatte. Daran könnte es auch liegen, dass der Drum Sound nicht mehr ganz so schnell und brachial rüberkommt wie auf der "Serenity In Fire" Scheibe. Aber gut, das kann man wohl nicht ändern. Ein sehr geiler Song ist "Crippled & Broken", der sich auch sehr gut zum Mitgrölen eignet. Bei "To Reign Again" bekommt man dann zum ersten Mal gezeigt, dass man auch das richtige schnelle Spielen nicht ganz verlernt hat. Die Gitarrenmelodien und das Riffing sind wieder sehr geil und auch die Breaks sitzen perfekt auf der Scheibe. Und so ist In "The Arms Of Devastation" ein sehr rundes Gesamtpaket geworden, was einige Groovparts aufzuweisen hat, die zum Bangen einladen. Als letzten Song hat man dann mit "The Road To Devastation" noch einen etwas ruhigeren Song draufgepackt, der das Werk ausklingen lässt. Für mich ist "In The Arms Of Devestation" eine KATAKLYSM Scheibe, die zwar etwas langsamer und atmosphärischer ausfällt als die Vorgänger, aber trotzdem geil ist und das gewisses Etwas hat! [Nuclear Blast] Marcus666

KEITZER - Suicide Anthology -Cd
Was herauskommt wenn man modernen, metallisierten Grindcore zusammen mit einer feurigen Portion Verzweiflung in einen Topf wirft, haben in der Vergangenheit schon eine ganze Latte von Bands wie z.B. SYSTRAL bewiesen. Genau diesen Stil spielen auch KEITZER aus Germoney und das auch noch verdammt gut! Dieser Release ist ein wahrer Hörgenuss. 12 absolut zerstörerische, alles zerfressende, mit wuchtigen Moshparts und extremen Doublebass-Attacken versetzte Nackenbrecher, welche hierzulande ihresgleichen suchen. Ein absoluter Leckerbissen! Dazu passend, der wütende, meist zweistimmige Gesang, bestehend aus Growls und Schreivocals. Soundtechnisch hätte man sich vielleicht noch etwas verbessern können, aber das ist hier wirklich nicht der Rede wert. Und nicht nur auf ihren Tonträgern, sondern auch live konnten KEITZER mich schon einige Male überzeugen. Wer ihren 2001er Release "To Destroy The Planet Earth" nicht sein eigen nennen kann, sollte sich besonders freuen. Genau dieser wurde hier als Bonus noch mit hinten drauf gepackt. Na wenn das nix ist, oder? [Yellow Dog Rec., www.yellowdog.de] Erik

KILL THE CLIENT - Escalation Of Hostility -Cd
Hoppla, hat sich da etwa jemand meine Kritik am letzten Scheibchen ("Wage Slaves"-Cd, Review im CFMD #12) zu Herzen genommen? Glaube ich ehrlich gesagt nicht (wer kennt bei den Amis schon unser antimusikalisches Wurstblatt?), aber "Escalation Of Violence" hat all das, was mir beim Vorgänger gefehlt hat. Das Grundgerüst des von KILL THE KLIENT vorgetragenen Grindmassakers bildet noch immer wildes Geknüppel im Stile der guten alten (!) NAPALM DEATH, samt dem dazugehörigen Geröchel versteht sich, wobei der Sänger aber witzigerweise eher nach Barney als nach Lee Dorrian klingt, ha!). Aber es wird nicht mehr ausschließlich nur auf Teufel komm raus geblastet, sondern im richtigen Moment auch mal ein Gang zurückgeschaltet, wobei die Band in solchen Momenten überaus wuchtig daher kommt (z.B. bei "Sedated Youth"). Mit "Killing Fields" (nein, kein SLAYER-Cover!) ca. im Mittelteil des Albums und "Negative One" als letzten Song, hat man dann sogar noch zwei zähe Sludge-Eruptionen auf Lager, die sich sehr gut ins Gesamtbild einfügen. Aber keine Angst, Highspeedausbrüche dominieren nach wie vor das Geschehen, da kommt bestimmt kein Knüppelfanatiker zu kurz! Dass es die Jungs spieltechnisch und auch textlich drauf haben, hatte ich ja schon im letzten Review angemerkt und will das jetzt einfach mal so stehen lassen. Mit "Escalation Of Violence" haben KILL THE KLIENT einen geilen Longplayer aufgefahren, der eine deutliche Weiterentwicklung im Vergleich zu "Wage Slaves" darstellt und mal wieder kann ich ruhigen Gewissens sagen: Weiter so! [Willowtip, www.willowtip.com] Gerste

KRIGSHOT - Till Vilket Pris Som Helst - Lp
KRIGSHOT kehren hier mit 17 Granaten zurück und liefern damit ein recht gutes Album ab. Einzige Änderung zu den Vorgängerscheiben ist, dass nun der Frontmann von TOTALITÄR das Mikro bei KRIGSHOT in der Hand hält. Und genau das ist das Problem. Die Vocals sind zwar nicht schlecht, klingen aber bei weitem nicht so schön dreckig und angepisst wie auf älteren Releases, wo noch Mieszko (R.I.P.) sang. Ansonsten gibt's nichts zu meckern. Schnell und druckvoll wird hier Song für Song rausgerotzt. Schönes Scheibchen, ich persönlich bevorzuge aber ihre alten Pladden. [Communichaos Media Rec., http://communichaos.blogg.se/] Erik