[ REVIEWS ]

G

GADGET - The Funeral March -Cd
Mit diesem Knaller haben sich GADGET wohl endgültig in die obere Klasse des Grindcorebereiches katapultiert und haben dabei Bands wie NASUM (R.I.P.) meiner Meinung nach mittlerweile mal ganz locker hinter sich gelassen. Diese Cd entfacht ein gnadenloses Grindinferno, 17 Leckerbissen in gerade mal knapp 30 Minuten, die jedem Langhaardackel ganz fix das Genick brechen können. GADGET legen keinen großen Wert auf technische Experimente, lediglich einige langsame, groovige Dampfwalzenparts und geniale Melodien wurden in den einen oder anderen Song mit eingebaut. Zum Luft holen bleibt also nicht viel Zeit. Gut so! Definitiv ist dieser Silberling bisher eine der besten Grindscheiben 2006! [Relapse] Erik

GENERAL SURGERY - Left Hand Pathology -Cd
Hier ist er, DER Goregrind-Release des Jahres 2006! Die geilste Scheiße, die mir in letzter Zeit in diesem Genre untergekommen ist und ich wage sogar zu behaupten, das hier ist der beste Release der schwedischen Hobbypathologen und CARCASS-Nacheiferer seit der oberkultigen Debütabrißbirne "Necrology", mit der sich die Band für immer und ewig einen Platz im Goregrind-Olymp sicherte. In der der Bandgeschichte von GENERAL SURGERY lief nicht unbedingt immer alles glatt. Bereits ein paar Jährchen nach der Gründung durch Matti Kärki (DISMEMBER) legte man die Skalpelle wieder beiseite, um erst geraume Zeit später wieder aufzutauchen. Doch im Gegensatz zu unzähligen anderen "Reunioncombos" knüpfte man mit den späteren Releases wie z.B. famosen Splits mit T.C.M.E. und MACHETAZO nahtlos an alte Glanztaten an und überzeugte mit fetten Livegigs (ich erinnere hierbei an den Auftritt beim Obscene Extreme Festival 2004, wo sie alles in Grund und Boden grindeten!). Auch "Left Hand Pathology" lässt keine Fragen offen und weist die Konkurrenz klar in die Schranken (Hallo HAEMORRHAGE, hier könnt ihr Euch angesichts Eurer schwachen aktuellen Cd mal 'ne Scheibe abschneiden!). Fette, geil-perverse Gurgelgrunzgorevocals (ohne in gutturales Staubsaugerfrognoisegerülpse abzudriften) treffen auf instrumentalen early CARCASS-Worship (ohne 1:1 zu kopieren, gut so!). Mal geht gnadenlos die Highspeedgoregrindpost ab, mal wird wie Hölle gegroovt. Eigentlich ist jeder Song ein verdammter Hit! Und wer/welche angesichts des coolen Pathologiecovers (nix mit 08/15 Gorepic aus dem Netz, sondern gezeichnet!) und Songtiteln wie "Ambulance Chaser", "Necrodecontamination", "The League Of Extraordinary Graverobbers", "Mucopurulent Mayhem" oder "Mortuary Wars" tatsächlich noch Fragen hat, dem/der empfehle (empfähle?) ich 1-2 Semester die Vorlesungen und Lehrsektionen von Dr. Corpsegrinder an der Goregrind-Universität zu besuchen. Hack! Slash! Repeat! [Listenable Rec., www.listenable.net] Gerste

GOATWHORE - A Haunting Curse -Cd
Metal Blade bezeichnen die Chose als verächtlichen, blasphemischen, feindseligen Black/Death Metal. Morbo bezeichnet sie als die geilste Scheiße, die seit langer Zeit aus den Sümpfen Louisianas an die Erdoberfläche gekrochen ist! Keine Angst, mit uninspiriertem, ach so "truem", Kalkleistengerumpel hat das hier nichts zu tun (Na Goat sei Dank!-Gerste). Vielmehr ist es die ultimative Synthese aus sludgigem New Orleans Sound und schwarzmetallischer Raserei (wie gesagt, kein stumpfes Gerumpel!), gewürzt mit einer Prise Death Metal Aggression der alten Schule, schönen Blastbeatausbrüchen, die schon fast in die Grindcorerichtung gehen und jeder Menge Sickness. Also nichts mit purem Black/Death Metal, liebe Metal Blöd PR-Abteilung! ACID BATH (R.I.P.), zu seligen "When The Kite String Pops"-Zeiten, höre ich genauso raus wie SOILENT GREEN, was kein Wunder ist, denn schließlich rekrutiert sich die GOATWHORE-Besatzung u.a. aus ex- und immer noch-Members dieser beiden geilen Bands, nur sind GOATWHORE eben ein beträchtliches Stück kranker und definitiv schneller. Der Sound ist fett und morbide, die Songs abwechslungsreich und brutal wie Sau, die Vocals (SOILENT GREEN meets Gekreische) evil as fuck - was will man mehr? [Metal Blade] Morbo