CURL UP AND DIE - The One Above All, The End Of All That Is -Cd

Goodbye CURL UP AND DIE! Hat echt Spaß gemacht mit Euch Kaputten! Jedenfalls hat wieder eine Band mit jeder Menge Potential das Zeitliche gesegnet. Traurig aber wahr. "The One Above All, The End Of All That Is" ist ihr 2005er Abschiedsalbum, was ich jetzt einfach mal würdigen will, denn für mich (und nicht nur für mich!) ist darauf das beste Material, was die Amis überhaupt jemals abgeliefert haben. Vom Chaoscore vergangener Tage ist fast nichts übrig geblieben, was aber in keinster Weise stört, denn dafür wird ein ziemlich genialer Mix aus vertonter Aggression, Depression, Melancholie und abgrundtiefer Verzweiflung geboten. Positive Mental Attitude? Vergesst es! Die Bezeichnung "manisch" trifft es da schon eher. Ja, die Jungs sind erwachsen geworden, weit weniger knüppelfreudig sind sie außerdem. Im Gegenzug wurde tieftraurigen Melodien sehr viel Platz eingeräumt, die Dir fast das Herz herausreißen. Der Sänger leidet dazu regelrecht, schreit sich also nicht nur wie ein Berserker die Seele aus dem Leib (obwohl er das keinesfalls verlernt hat). Doch keine Angst, trotz alledem gibt natürlich auch ein paar rasende HC-Eruptionen mit gelegentlichen Chaos-Elementen ("Antidepressants Are Depressing", "Ultra Carb Diet Carpooling Stupid Fucking Life", "There Ain´t No CAN´T In AmeriCAN", "Zero MPH Fallover"), die im krassen Gegensatz zu langsamen, melodischen Depri-Nummern und SHAI-HULUD nicht ganz unähnlichen Songs stehen. Eine Platte voller Gegensätze, die letztendlich doch alle irgendwie miteinander harmonieren und zusammen mit den hintersinnigen Texten und dem für HC-Verhältnisse irgendwie so gar nicht typischen Coverartwork (welches nicht minder hintersinnig ist) eine geniale Einheit bilden. [Revelation Rec.] Morbo