DISMA – The Vault Of Membros –Tape (Demo 2009)

Wenn man generell die Meinung vertritt, dass nix Gescheites bei rumkommt, wenn sich diverse „Szeneveteranen“ zusammentun, um ihrer gemeinsamen Leidenschaft (in diesem Falle ganz eindeutig von US-amerikanischen und skandinavischen Einflüssen (ich sage nur Finnland und natürlich Schweden (genauer: Stockholm!)) geprägter Old School Death Metal bis auf die Knochen!) zu frönen, dann darf man sich von DISMA gern eines Besseren belehren lassen! Zwar rechtfertigt die
(ex-)Mitgliedschaft bei FUNEBRARUM, INCANTATION, GOREAPHOBIA, DISCIPLES OF MOCKERY, EVOKEN, ABAZAGORATH etc. der mittlerweile z.T. schon ganz schön in die Jahre gekommenen Herren meiner Meinung nach keineswegs eine inflationäre Verteilung von Vorschusslorbeeren, doch kann definitiv davon ausgegangen werden, dass die Mannen ihr Handwerk verstehen und ganz genau wissen, was sie da tun. Wenn dann am Ende noch so ein geiles Demo eingetrümmert wird, welches auf wahrhaft verschlungenen Wegen nach Hellhammershausen aufs Chateau de Gerste gelangte, kann man für meine Begriffe nun wirklich nicht meckern! Machen wir’s kurz: DISMA agieren ähnlich wie FUNEBRARUM (was nicht nur auf ähnlich geartete Inspirationsquellen zurückzuführen ist, sondern definitiv auch was mit der Bandkonstellation zu tun haben dürfte…) und wer/welche der letztgenannten Horde (deren „The Sleep Of Morbid Dreams“-Langrille für mich mit zum Besten gehört, was in Sachen Old School Death Metal in den letzten Jahren so abgelassen wurde!) etwas abgewinnen kann, der/die sollte schleunigst Witterung bzgl. des im Oktober 2009 in den Technical Ecstasy Studios in Milltown/New Jersey aufgenommenen „The Vault Of Membros”-Demos aufnehmen! Zwar haben DISMA lediglich 3 Songs an den Start gebracht, doch die bringen es immerhin auf eine Spielzeit von 17 Minuten und (was das Wichtigste ist!) zerstören so ziemlich alles, was irgendwie im Weg herumsteht! Der Sound hat keine andere Bezeichnung als „bestialisch“ verdient und rein mucketechnisch wird (völlig egal ob man nun Dampframmen-like voranwalzt, kranke Melodielinien aus dem Ärmel schüttelt, sich genüsslich im Slo-Mo-Sumpf wälzt oder halsbrecherische Uptempo-Blasts auffährt) stets extrem morbide zur Tat geschritten. Die durch Mark und Bein gehende Stimme von Craig Pillard (der durch seine Gesangsakrobatik bei GOREAPHOBIA, INCANTATION, DISCIPLES OF MOCKERY etc. dem einen oder der anderen sicher bereits ein Begriff ist) passt dazu natürlich wie der Arsch auf den Eimer und auch in Sachen Artwork/Layout gibt sich die Band keine Blöße. Abschließend bleibt mir nichts anderes übrig, als festzustellen, dass DISMA hier einen echten Volltreffer gelandet haben! Zwar kommen sie noch nicht 100%ig an die Qualitäten der fantastischen FUNEBRARUM ran, doch was nicht ist, kann ja noch werden… [Eigenproduktion, Bandkontakt: www.myspace.com/dismadeathmetal] Gerste