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CORNELIUS Wesen der Vernichtung Cd Vor nunmehr über 6 Jahren wurde mir die Mainzer D.I.Y. Kapelle CORNELIUS ans Herz gelegt und nachdem ich mir umgehend ihr damals aktuelles Werk Nothing Remains (was ursprünglich als Silberling erscheinen sollte, aufgrund des Sounds, mit dem man wohl nicht wirklich zufrieden war, jedoch (leider) nie auf CD raus kam) von der alten Bandhomepage gezogen und ausgiebig zu Gemüte geführt hatte, wusste ich sofort, dass ein Interview (siehe CFMD # 11) mit den Jungs her musste! Na jedenfalls war ich seinerzeit ziemlich beeindruckt von der Mucke. Zwar beschäftigte ich mich in letzter Zeit ehrlich gesagt nicht mehr ganz so häufig und intensiv mit dem CORNELIUSschen Schaffen, nahm letztes Jahr aber hocherfreut zur Kenntnis, dass nun endlich ein neues Tondokument vorliegt, was mir dann auch prompt zugeschickt wurde (thanx!). Nachdem ich das Teil in den CD-Schacht befördert hatte, staunte ich erst mal nicht schlecht! Einerseits war das das alte Nothing Remains-Feeling fast sofort wieder da, auf der anderen Seite konnte ich allerdings einfach nicht überhören, dass sich seit damals ganz offensichtlich so einiges getan hat. Im positiven Sinne wohlgemerkt, denn CORNELIUS haben mehr als nur eine Kohle nachgelegt und preschen auf Wesen der Vernichtung zumeist gnadenlos und mit verdammt hoher Geschwindigkeit voran und kommen dabei sowohl brachialer, als auch spieltechnisch versierter rüber. Alle Achtung und volle Deckung, denn hier rappelt es ganz gewaltig in der Kiste! Zwar mag im ersten Moment die eine oder andere der insgesamt 8 aggressiv-knüppeligen und oftmals wirklich in einem Affenzahn vorgetragenen Eruptionen (das coole Intro In die Schatten jetzt mal ausgeklammert) etwas chaotisch erscheinen, doch bei näherem Hinhören offenbaren sich immer wieder interessante Details, wobei es vor allem im Gitarrensektor variabel und z.T. regelrecht verspielt zugeht. Auf übertechnisierte und kaum mehr nachvollziehbare Scharmützel wird hingegen (zum Glück!) verzichtet. Wie dem auch sei, es geht jedenfalls mächtig zur Sache und CORNELIUS machen keine Gefangenen, wenn sie gekonnt brachialen Death Metal mit der Energie des HC kollidieren lassen. Doch Obacht! Mit laschem Metalcore bzw. trendigem Deathcore hat das alles nix zu tun, denn CORNELIUS kochen ihr ganz eigenes Süppchen! Ein (wie bereits angedeutet) absolut töchliches Gebräu, zu dessen Zutaten auch eine Extraportion Grindcore und selbst ein paar verkrustete Elemente zählen. Und wenn man der unbändigen Raserei freien Lauf lässt (was nicht selten vorkommt!) und es dabei fast schon etwas eisig klirrt, fühle ich mich hin und wieder gar an schwarzmetallische Klänge erinnert. Na wenn das nix ist! Der recht höhenlastige Sound des Ganzen, welcher schön räudig/ungeschliffen und trotzdem mit dem nötigen Druck aus den Boxen gedonnert kommt, tut dabei sein übrigens und auch der überaus fiese Gesang, dem es nicht an Variabilität mangelt und der Nadel des Aggrotachos immer wieder voll ausschlagen lässt, weiß zu gefallen. Vergleiche zu anderen Bands wollen mir hier übrigens partout nicht einfallen, was meiner Meinung nach für CORNELIUS spricht! Weitere Pluspunkte heimst die Band auch für so manchen ihrer sowohl in englischer, als auch in deutscher Sprache vorgetragenen Texte ein. Zwar ist lyricstechnisch nicht alles 100%ig mein Fall, aber gerade der Text des Titeltracks spricht mir quasi aus der Seele Daumen hoch für CORNELIUS und ihre Wesen der Vernichtung-Vollbedienung! [Eigenproduktion, Bandkontakt: www.myspace.com/corneliussomd] Gerste |