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WORMROT Abuse Lp Beim letzten Update feierte ich bereits die Cd-Version von Abuse mordsmäßig ab und wies alle Vinylfetischisten/innen darauf hin, dass es das Gerät auch als Lp gibt. Gut 2 Wochen nachdem das Geschreibsel online ging, rauschte hier (zusammen mit anderen schönen Sachen aus dem TVG-Headquarter in Ludwigsfelde) die besagte Lp rein. Ja, so schnell kanns gehen! Whatever, bzgl. des Vinyls wiederhole ich gerne noch mal das, was ich bereits zur Cd anmerkte: Das Teil gehört in jede gut sortierte Knüppelsammlung und darf ohne mit der Wimper zu zucken direkt zwischen den Klassikern von Genrealtmeistern und den Glanztaten derzeitig in der Oberliga zockender Abrisskommandos platziert werden. Genau dort gehört der aktuelle WORMROT-Streich hin. Nicht nur seiner Klasse wegen, sondern auch in Sachen Stilistik. 23mal Gegrinde reinsten Wassers nicht mehr und nicht weniger! Die Songs sind von ihrer Ausrichtung her auf ein Minimum reduziert. Kein unnötiger Ballast, keine Frickelscheiße, keinerlei metallische Einfüsse, sondern höchstens mal ne kleine Brutalocrust-Kante im Stile späterer ULCERRHOEA oder von Bands wie EXCRUCIATING TERROR oder BLOODY PHOENIX, was sehr geil kommt. Mit anderen Worten: No fluff, no tech, just G-R-I-N-D!!! Gesanglich regiert das genretypische und immer wieder gern gehörte Wechselspiel von Tiefton-Vokalakrobatik und markerschütterndem Geschrei. Das liest sich jetzt vielleicht erst mal recht unspektakulär, ist es aber nicht. Die tiefen Vocals kommen absolut kraftvoll und derbe rüber, wildern dabei aber nicht im Revier todesmetallischen Grunzens. Das Geschrei klingt ebenfalls schön aggressiv und angepisst (die letzten beiden Bezeichnungen passen übrigens auch gut, wenn von den Lyrics die Rede ist!), allerdings kommen dabei keinerlei (!) Erinnerungen an schwachbrüstig klingelte Sängerknaben aus dem Screamo-Genre auf, die einem/r mit ihrem Gejaule den letzten Nerv rauben. Andere Bands haben solch winselnde Spacken zwar im Line-Up und ihren Einsatz offenbar nötig, WORMROT (den Grindgöttern sei es gedankt!) jedoch nicht! Also alles im grünen Bereich und das lässt sich auch vom druckvollen, dennoch schön rotzigen (Ecken und Kanten gehören nun mal dazu!) und alles andere als blank polierten Sound sagen. Obwohl alles wie aus einem Guss klingt und Grindpuristen/innen dabei garantiert das Herz aufgeht, bringen WORMROT immer wieder ein Mindestmaß an Abwechslung rein. Ein kleiner Groove hier, ein melodisches Riff dort und eine abgefahrene Coverversion (Rich von den YEAH YEAH YEAHS) zirka mittig im Inferno platziert. Außerdem hat der schätzungsweise achtarmige Schlagwerker Fitri neben einem ultrarasanten und dabei präzisen Drumstil immer wieder ein paar halsbrecherische Breaks und Fills in seinem Repertoire und ist scheinbar bei Mick Harris in die Lehre gegangen. Durch all diese Aktionen/Elemente beugen WORMROT gekonnt den sich bei anderen Herden rasch einschleichenden Abnutzungserscheinungen vor. Das soll ihnen erst mal jemand nachmachen! Punktabzug gibts lediglich für die arg kurz ausgefallene Gesamtspielzeit. Ansonsten beide Daumen steil nach oben! Derzeitig machen WORMROT übrigens europäische Bühnen unsicher und wer/welche die Möglichkeit dazu hat, sollte sich ihr Geknalle auch mal live reinziehen. Grrriiiiinnnnnddddd!!!! [veröffentlicht via TVG Records, www.t-v-g-a-x.de / Bandkontakt: www.myspace.com/wormrotgrind] Gerste |