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TOTAL TERROR Same Cd Nach dem Dreck, mit dem ich mich in letzter Zeit beim Verfassen von Reviews rumschlagen musste, ist diese Cd der reinste Balsam für meine Ohren! Obwohl Crustpunk wohl eher was für die CFMD-Chefetage ist und nicht gerade zu meinen bevorzugten Musikrichtungen zählt, habe ich mit der Anschaffung dieses Albums keine Sekunde lang gezögert. Der Grund dafür ist einfach. Hinter TOTAL TERROR verbergen sich gleich drei EDGE OF SANITY-Gründungsmitglieder, unter ihnen (wie nicht anders zu erwarten) Dan Swanö. Da ich bekennender EDGE OF SANITY-Fan bin und ihr Mastermind aufgrund seines Wirkens als Sänger, Musiker und nicht zuletzt als Produzent bei mir ziemlich hoch im Kurs steht, musste ich mir dieses ewig auf Halde liegende und seit letztem Jahr nun endlich erhältliche Album zulegen. Der Panzer auf dem Cover spricht Bände, denn mit der Wucht selbigen Kriegsgerätes preschen TOTAL TERROR voran und überrollen CrustnRoll-Katastrophen wie DISFEARs Abschwächler Live The Storm gleich reihenweise. Kein Wunder, denn damals, als die siebenundzwanzig Rundumschläge entstanden, war der Schwedencrust noch nicht von ekeligen RocknRoll-Einflüssen und anderen Störelementen verseucht. Die ersten zwanzig Songs wurden 1994 aufgenommen und sollten ursprünglich mal als TOTAL TERROR-Debüt LP erscheinen. Die restlichen sieben Stücke stammen vom sagenumwobenen Demo, das bereits 1993 aufgenommen und im selben Jahr in geringer Stückzahl veröffentlicht wurde. Unterschiede sind eigentlich nicht herauszuhören und alles klingt, als hätte man es am Stück aufgenommen. Obwohl ich nur zu gerne vom Originalsound beschallt worden wäre, gibt es am vom Swanö höchstpersönlich vorgenommenen Remix nicht viel auszusetzen. Beinharten Traditionalisten wird zwar alles ein wenig zu fett und sauber klingen, einen glasklaren Metalsound bekommt man dennoch nicht vorgesetzt. Wer unbedingt Vergleiche braucht, den verweise ich auf die UNCURBED-Mcd Mental Disorder. Die Songs selbst und der schwedische Gesang haben was von NO SECURITY (ausgemachte Faves von EDGE OF SANITYs Benny!). Freunde von TOTALITÄR dürften damit ebenfalls nicht unglücklich sein. Soweit ich das beurteilen kann, verzichtet man textlich meistens auf ausgelutschte Crust-Klischees, Oberlehrer-Lyrics und Vorschläge zur Rettung der Welt und wettert stattdessen auf Sachen, von denen man angepisst ist oder berichtet (manchmal mit einem Augenzwinkern versehen) über persönlich Erlebnisse (alles Stand 93/94 versteht sich). Gesellschaftskritik bleibt dabei natürlich nicht aus, mit dem erhobenen Zeigefinger wedeln TOTAL TERROR jedoch nicht. Sie strecken lieber den Mittelfinger aus! Obwohl es sehr fix zur Sache geht, wird doch ein gewisses Maß an Abwechslung geboten. Die Betonung liegt allerdings auf ein gewisses Maß und wer auf raffiniertes Songwriting und ausgeklügelte Arrangements scharf ist, sollte sich besser gleich was von EDGE OF SANITY geben, nicht dass noch zu Schockzuständen kommt. Ich mag dieses Geknatter einfach. Und wenn schon Crustpunk, dann doch bitte auf diese Art und Weise! Auf Swanö ist eben Verlass! [Vic Records] Morbo |