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SLAUGHTER OF THE INNOCENTS / SAKATAT - Split -7" Offenbar mächtig gefreut über mein Review des Split-Silberlings mit OBSCURE OATH, welches bei der Homepage-Aktualisierung im Dezember online ging, hatte sich der Thomas von S.O.T.I.. Er kontaktierte mich nach dem letzten Update und war außerdem so freundlich, mir die S.O.T.I.-Split mit dem türkischen Grindkommando SAKATAT zu schicken, wofür ihr ihm an dieser Stelle herzlich danken möchte! Geile Scheiße jedenfalls, die beiden von mir fürs CFMD # 15 interviewten Band auf einer Split vereint knüppeln zu hören! Da kriege ich gleich doppelt Bock auf eine gepflegte Besprechung dieser durch und durch old schooligen Vollbedienung, welche via Angernoise Records erschien. Zuerst S.O.T.I.. Die stellen mit ihren Songs einmal mehr unter Beweis, dass sie keinesfalls gewillt sind, irgendwelche Gefangenen zu machen. Mit anderen Worten: Gemetzel ohne Wenn und Aber! Wer/welche in Sachen Technik und Sound die High-End-Schiene bevorzugt, wird sicher mittelschwer geschockt von dannen ziehen, nachdem er/sie vom "Storm Of War" überrollt wurde. Für eingefleischte Old Schooler/innen, die ihre tägliche Portion Grindcore am liebsten roh und blutig zu sich nehmen und zudem noch von dem ganzen Technikkram angepisst sind bzw. sich wundern, was das neumodische Zeugs überhaupt noch mit dem räudigen Getöse der Grindcore-Urväter zu tun haben soll, sind die 6 Darbietungen allerdings 'ne sichere Sache. Alleine schon der Opener/Titeltrack macht eines mehr als deutlich: Hier gibt es ohne Ende was aufs Maul! Um zu zeigen, wo der Hammer hängt, brauchen S.O.T.I. meist nicht mal eine Minute. Ja genau, in der Kürze liegt die Würze! Das wussten damals schon die Genre-Pioniere und die Tatsache, dass ihnen bis zum heutigen Tage unzählige Knüppelherden nacheifern (darunter natürlich auch S.O.T.I.!), gab/gibt ihnen 100%ig Recht! Wie so oft bestätigen allerdings Ausnahmen die Regel. Nachzuhören ist das in Form von "Absolute Domination", dem letzten Track. Das Teil wartet mit fast schon monumentalen 1:42 Minuten Gesamtspielzeit auf und hier wird (wenn auch verhalten) auch mal auf die Bremse getreten, was ebenfalls gut kommt. Und Hey, der nächste Prügelpart lässt sowieso nicht lange auf sich warten. So soll es sein! Unbedingt erwähnt werden sollte außerdem, dass beim Song "Retribution" (2 (in Worten: zwei!) Sekunden Spiellänge) sogar die Noisecore-Vergangenheit (wir erinnern uns: S.O.T.I. erhoben sich einst aus der Asche von VENTILATOR!) anklingt, jawoll! Jo, was das (doppelstimmige) Gebrüll anbelangt, so ist festzustellen, dass es in Sachen Räudigkeit und Brutalität der Mucke an sich in nichts nachsteht. Somit ist auch hier alles im grünen Bereich. In Sachen Artwork ist (wieder!) Warhammer-Worship satt angesagt. Textlich geht's ebenfalls in diese Richtung (zumindest interpretiere ich das jetzt einfach mal so). Ist mal was anderes und läuft mir gut rein. Die Mucke tut selbiges sowieso und deshalb ziehe ich folgendes Fazit: Alles richtig gemacht, weiter so! Im Prinzip lässt sich das auch über SAKATAT sagen, die ebenfalls ganz genau wissen, wie man kompromisslosen, von jeglichem Ballast befreiten Old School Grindcore buchstabiert. 7 Klopfer haben Semih (Greetz!) und seine Mannen hier im Gepäck. Genau wie das bei S.O.T.I. der Fall ist, sollten Technikfreaks und HiFi-Fanatiker/innen volle Deckung suchen, wenn SAKATAT erst mal loslegen. Neben einer geballten Ladung Aggression kommt nämlich noch eine halbe Tonne Dreck und Rotz mit aus den Boxen gedonnert. Trotzdem mangelt es den 6 eigenen Songs und dem ROT-Cover "Game Of Hypocrisy" nicht am nötigen Druck und wenn die Herren Grinder nicht flott bzw. sehr flott unterwegs sind, also dann weiß ich auch nicht weiter! Klassisches Gebratze, bei dem die gecoverten Helden ROT zusammen mit Krachgöttern wie S.O.B., AGATHOCLES, alten NAPALM DEATH (logisch!) , WARSORE oder auch UNHOLY GRAVE (man lausche nur mal den Vokills bei "Senin Fikrin (Kimin Sikinde?!)"!) definitiv ihre Spuren hinterlassen haben. Dank der englischen Übersetzungen der Texte im Booklet wissen auch der türkischen Sprache nicht mächtige Zeitgenossen/innen (wie ich) über das Bescheid, was bei SAKATAT Sache ist. Geboten bzw. gesagt wird zwar nichts grundlegend Neues, aber es ist doch immer wieder schön zu wissen, dass sich noch ein paar Leute 'nen Kopf machen! Auch das Artwork ist nicht zu verachten, wobei man in der Beziehung bisher eigentlich meistens weit vorn mit dabei war. Der S.O.T.I.-Splitpartner schwächelt also in keinerlei Hinsicht und hätte kaum besser gewählt sein können. Daumen hoch und ab dafür! [Angernoise Records, www.angernoise.com] Gerste |