ISKRA - Bureval -Tape

Also dass eine Band ihre neue Full Length zuerst als (hervorragend aufgemachtes!) Tape (professionell gedrucktes Vierfarbcover inkl. aller Lyrics) herausbringt (die Lp soll übrigens via Agipunk erscheinen (man munkelt was von Gatefoldcover und 16seitigem Booklet!) und die Cd-Version ist wohl auch schon in der Mache), erlebt man nun wahrlich nicht alle Tage! Ein weiterer Beweis dafür, dass dieses (von einigen längst totgesagte) Format eben doch noch nicht ganz verblichen ist. Totgesagte leben ja bekanntlich eh länger! Davon mal ganz abgesehen wurde es auch Zeit, dass das kanadischen Anarchist Metal Outfit ISKRA endlich mal mit einem neuen Album aufwartet, denn seit dem Erstling ("Iskra", Profane Existence 2004) sind inzwischen so einige Jährchen ins Land gezogen. Untätig waren ISKRA in der Zwischenzeit nicht und veröffentlichten in schöner Regelmäßigkeit diverses Material (u.a. eine scheißgeile Split-Lp mit den nicht minder metallischen AGAINST EMPIRE), aber so ein richtiges Album ist doch wirklich mal was Handfestes. Wie auch immer, auf "Bureval" sind sich die Kanadier absolut treu geblieben und metzeln daher mit ihren 10 Songs alles nieder. Einmal mehr lautet ihr Leitspruch dabei "crusty Black Metal ist the law!". Bei der Geschwindigkeit, die auf "Bureval" sehr oft an den Tag gelegt wird, hätte man das Teil (in Anlehnung an MARDUK's Highspeedgewitter) gut und gerne "Panzerdivision Iskra" nennen können. Darüber hinaus höre ich aber auch Einflüsse von (ehemaligen) norwegischen Größen des Black Metal-Genres heraus und diesmal hat man es sogar geschafft, dass es in Sachen Gitarrensound ab und an tatsächlich mal so richtig klirrt! Neben all der Raserei kommen getragene Passagen und melodische Leads keinesfalls zu kurz (checkt den Titeltrack und ihr wisst, was ich meine) und Midtempobreaks lockern das Gemetzel immer im richtigen Moment auf. Auch diesbezüglich haben die Kanadier voll den Dreh raus. Zu diesem Inferno ertönt fieser, bitterböser Kreischgesang, dass so manchem, mit mittelalterlichem Kriegsgerät in finsteren Wäldern herumposendem "Bleichgeseicht" das Corpsepaint von der Fresse bröckelt! Die Crusteinflüsse sind dabei noch weiter in den Hintergrund gerückt, allerdings noch immer herauszuhören. In textlicher Hinsicht hat man nichts von dem Biss, der alle bisherigen ISKRA-Releases auszeichnete, verloren. Obgleich man sich heuer vielleicht einen Tick abstrakter ausdrückt, hat sich die noch aggressivere Ausrichtung der Mucke auch auf die Lyrics niedergeschlagen. Dem ist an sich nichts mehr hinzuzufügen. A brutal whirlwind Anarcho Black Metal/Crust attack! Up the (Black) Metal punx! [Black Raven Records, www.myspace.com/blackravenrecordsvictoria] Gerste