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INFEST - Moshroom -Cd Dass man sich als Band ausgerechnet diesen (!!!) Namen zulegt, geht eigentlich gar nicht! Meine Güte, das grenzt ja fast schon an Blasphemie und/oder Majestätsbeleidigung! Und fragt mich jetzt nicht noch nach dem Warum für meine Aufgebrachtheit, sonst setzt es was! Aber gut, ich will mich nicht weiter aufregen, belasse es deshalb bei massivem Punktabzug in der B-Note und hake das Thema zähneknirschend ab Dass in Frankreich eine Band mit dem Namen INFEST existiert, bekam ich bereits in 2007 mit, als der Vierer beim legendären "Soul Grinding Festival" (R.I.P.) in Straßburg auf der Bühne stand und den Mob zum ausrasten brachte. Die damals dort anwesenden CFMD'ler (und nicht nur die!) waren jedenfalls sehr angetan von INFEST's energetischer Live-Performance. Nicht ganz so prall fand ich hingegen das 2007er "Feel The Rage"-Debütalbum der Franzosen, auf dem es zwar ganz manierlich zur Sache ging, die Live-Energie jedoch nicht mal annähernd reproduziert werden konnte. Schade eigentlich. Die große Überraschung folgte jedoch auf dem Fuße, als vor kurzem der "Moshroom" betitelte "Feel The Rage"-Nachfolger bei mir reinrauschte, den mir der INFEST-Gitarrist Flow freundlicherweise zusandte (Merci!). Mit diesem Album spielt das französische Ensemble jetzt nämlich in der einheimischen Grindcore-Oberliga mit, wo Gruppierungen wie INHUMATE oder BLOCKHEADS schon seit Jahren ohne nennenswerte Ausfallerscheinungen den Ton angeben. Und auch internationale Vergleiche brauchen INFEST mit so einem Brecher im Gepäck nun nicht mehr zu scheuen. Na bitte, es geht doch! Warum nicht gleich so? Bereits der Opener "Peace Love Freedom & Flowers" gibt die Marschrichtung vor. Etwaige Befürchtungen, dass es sich aufgrund der Betitelung evtl. um eine Hippie-Hymne handeln könnte, werden sofort im Keim erstickt, denn es rult furioses, klatschfett produziertes Geknalle, welches zwischen Grindcore-typischen Zutaten und Elementen aus dem extremen HC-Bereich angesiedelt ist und vom extrem wütenden Schreigesang des Frontmannes Bard immer wieder schön vorangetrieben wird. Insgesamt 20 solcher Eruptionen wurden auf "Moshroom" verbraten und INFEST drücken dabei mächtig auf die Tube, so dass sie in einer halben Stunde (fix und) fertig sind. Nach diesen 30 Minuten Gesamtspielzeit bleiben kaum Fragen offen, was natürlich für die Band und ihr Album spricht. Hätte ich nicht gewusst, dass es sich hierbei um eine französische Holzhackertruppe handelt, hätte ich sofort auf Schweden als Herkunftsland getippt, denn neuzeitliches Geprügel der INFEST'schen Bauweise bekommt man insbesondere aus Elchcountry in schöner Regelmäßigkeit zu hören. Fans von AFGRUND, FROMTHEASHES, SPLITTER, GADGET, THE ARSON PROJECT und natürlich NASUM sollten daher unbedingt mal ein Ohr riskieren und auch wer/welche HC-Subgenres ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen mag und dabei up-to-date Grindcore-Klängen nicht abgeneigt ist, darf gerne mal reinhören. Gut, dieser Silberfisch wird jetzt nicht unbedingt als Klassiker in die Annalen der Grindcore-History eingehen, ist aber ein sicherer Kandidat, um den Putz mal wieder gepflegt von der Decke rieseln zu lassen und die eigenen 4 Wände in einen "Moshroom" zu verwandeln. Gebt diesen Franzosen eine Chance, verdient haben sie's allemal. [Metal Age Productions, www.metalage.sk, info@metalage.sk / Bandkontakt: infest666@hotmail.fr, www.myspace.com/infestbaiona] Gerste
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