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FUNEBRARUM - The Sleep Of Morbid Dreams -Lp Wo das Death Metal Genre im vergangenen Jahr mit solchen Abrissbirnen wie "...Of Frost And War" (HAIL OF BULLETS) oder "Cultus Luciferi - The Splendour Of Chaos" (PURGATORY) die Kauleisten der Old School Freaks dezimierte, ist bis jetzt in 2009 vor allem "The Sleep Of Morbid Dreams" von FUNEBRARUM zu nennen, wenn von kultigen (Eisen)Faustschlägen direkt in die Fresse die Rede ist! An diesem Album stimmt nämlich (bis auf die etwas zu kurze Spielzeit) einfach alles! Wahrscheinlich hätte ich die Lp (bei Interesse an der Materie rate ich hier ausdrücklich zur Anschaffung des Vinyls (rot und limitiert!), vor allem um des Old School Feelings willen!) allein schon wegen des Mitwirkens von einem meiner Lieblingsbrüllwürfel schlechthin abgefeiert, der auf den Namen Daryl Kahan hört und zumindest der Grind/Crust/HC/Knüppelcore-Fraktion durch sein Schaffen bei TASTE OF FEAR, ASSÜCK, FORCED EXPRESSION, CITIZENS ARREST u.a. bekannt sein dürfte bzw. sollte. Doch "The Sleep Of Morbid Dreams" hat weitaus mehr zu bieten, als gar finstere und vollkommen bestialische Lautäußerungen (hier sei wiederum angemerkt, dass Daryl's Gesang wie eine Mischung seines Gebrülls auf der TASTE OF FEAR-Full Length und den brutalen Growls von Jörgen Sandström auf dem ersten GRAVE-Album klingt!) allererster Kajüte! Die Death Metal Killer aus New Jersey/USA haben sich, wie bereits angemerkt, mit Leib und Seele dem Old School Todesblei verschrieben und sie machen keinen Hehl aus ihren Inspirationsquellen. Diese wiederum entsprangen in längst vergangenen Tagen der schwedischen und vor allem der finnischen Szene. So ist es wenig verwunderlich, dass FUNEBRARUM auf der Split mit INTERMENT einst ABHORRENCE und GRAVE mit superben Coverversionen ("Caught In A Vortex" bzw. "Into The Grave") Tribut zollten. Doch auch frühe UK-Zerstörer und alte Helden aus dem eigenen Land (ROTTREVORE, AUTOPSY, INCANTATION und (zu meiner großen Freude!) nicht zuletzt die Endzeit-Doom/Death-Götter WINTER!) haben im FUNEBRARUM-Sound deutliche Spuren hinterlassen. Wer/welche sich jetzt noch immer nicht halbwegs vorstellen kann, was bei den Amis gehauen und gestochen ist, sollte erst mal ganz dringend seine/ihre Hausaufgaben machen. Doch Vorsicht! FUNEBRARUM's knietief in der alten Schule verwurzelter Death Metal klingt nicht (wie das bei einer Vielzahl von Retro-Kapellen der Fall ist) nach bloßem Worship oder Abklatsch. Man glänzt nämlich mit tonnenweise eigenen Ideen, um eventuelle Gähnanfälle und Langeweileattacken sofort im Keim zu ersticken! Durch punktgenaues Timing treffen die teils halsbrecherischen Tempowechsel genau ins Schwarze. Neben dem Blast- und Uptempoparts (bei denen es manchmal fast grindig zur Sache geht; hat da eben jemand die guten alten (!) CARCASS erwähnt?) killen vor allem die langsamen Doom-Passagen und Slow Motion-Parts mit absoluter Plattwalzgarantie. Auch Melodie ist kein Fremdwort für FUNEBRARUM. So schaffen sie es immer wieder, eine düstere und morbide Atmosphäre zu kredenzen, was beileibe nicht jeder Band gelingt (auch wenn sie noch so sehr darum bemüht sein mag)! Für die Produktion von "The Sleep Of Morbid Dreams" konnte man übrigens keinen Geringeren als Don Fury gewinnen. Was das heißt, muss hoffentlich nicht erst großartig erklärt werden und eigentlich müssten jetzt ganzen Horden von Metalbands dem guten Don das Studio einrennen, da er hier sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, dass er sich nicht nur mit HC-Produktionen bestens auskennt! Den letzten Schliff bekommt diese Full Length durch das morbide Textgut und das fette Artwork aus der Feder von Mr. Kahan himself (verdammt!, der Mann kann ja fast genauso geil malen, wie er es zu brüllen versteht!). Irgendeinen Favoriten auszumachen, fällt schwer, denn jeder einzelne der insgesamt 7 Songs bläst ohne Ende. Doch wenn ihr unbedingt Anspieltipps braucht, dann könnt ihr es ja mal mit "Grave Reaper" und dem achteinhalb (!) Minuten langen Monolithen "Nex Monumentum" probieren. An dieser Stelle will ich meine Ode an FUNEBRARUM bzw. "The Sleep Of Morbid Dreams" beenden und die (zugegebenermaßen vielleicht etwas gewagte) These aufstellen, dass es in diesem Jahr wohl kaum einem anderen Release gelingen wird, diese Lp vom ersten Platz meines Death Metal Top 10-Thrones zu verdrängen! Großartige Scheibe! [Cyclone Empire, www.cyclone-empire.com] Gerste
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