|
PAGANIZER - Carnage Junkie -Cd Hossa! Hätte nicht gedacht, dass mich schwedischer Todesstahl irgendwann noch mal so begeistern könnte, wie das in den frühen Neunzigern mal der Fall war. Mittlerweile vermag er das aber wieder (zumindest partiell) und PAGANIZER tragen daran definitiv eine Mitschuld! Nun ist es nicht so, dass mir die Truppe um den Death Metal "Promi" Rogga Johansson bislang überhaupt nichts gesagt hätte oder ein gänzlich unbeschriebenes Blatt für meine Wenigkeit gewesen wäre, doch erst bei der Split mit DEPRESSION hat es richtig "klick" gemacht bei mir und seitdem möchte ich sie nicht mehr missen. Die Discographie der Elchtöter kann sich auf alle Fälle sehen (und natürlich hören) lassen und man kann keinesfalls behaupten, dass sie in Bezug auf ihren Output lahmarschig wären. Immerhin ist "Carnage Junkie" die mittlerweile sechste Full Length (hinzu kommen noch diverse EP's und Splits) und ein Ende ist nicht in Sicht, denn mit "Scandinavian Warmachine" steht die nächste Langrille schon auf der Startrampe, was bei einer Riffmaschine wie Rogga kein Wunder ist. Das Rätsels Lösung: Eigentlich sollte "Carnage Junkie" wohl schon 2005 rauskommen, aber aus verschiedenen Gründen wurde da irgendwie nix draus und so erschien das Teil dann eben erst Ende 2008, ist also quasi schon ein "alter Hut". Aber darauf ist was geschissen, denn das tut der Qualität des Materials keinen Abbruch! Gemetzelt wird in altbewährter Manier und getreu dem Motto des ersten Songs "Death Plain And Simple". Schnörkelloser Elchtod mit oftmals kerniger Crustkante ist angesagt. Sehr rifflastig und von unnötigem Ballast befreit walzen PAGANIZER durchs schwedische Unterholz. Dafür räumen sie zwar keinen Innovationsaward ab, doch mir persönlich ist das scheißegal. "Carnage Junkie" ist ein gnadenloser Tritt in die Fresse und darauf kommt's letztendlich an! Wer/welche PAGANIZER kennt und schätzt wird mal wieder bestens bedient und auch VOMITORY-Jünger sollten unbedingt mal ein Ohr riskieren. Mit "Grinded And Exiled" hat sich sogar eine waschechte Grindnummer eingeschlichen, die die Einminutenmarke klar unterschreitet und evtl. von der Split mit DEPRESSION her bekannt sein dürfte. Doch Rogga und Co. gehen auch des Öfteren mal deutlich vom Gas und dann kommen sie der Durchschlagskraft von BOLT THROWER ziemlich nah oder schleppen sich, wie bei "Sweet Decay", vollends fies und zäh durchs Programm. Für Abwechslung wurde also auch gesorgt, keine Frage! Was fehlt, ist ein echter Hit im Stile von "Gasmask Obsession". Doch das soll meine Anerkennung für die reife Leistung auf "Carnage Junkie" nicht schmälern! Auf alle Fälle solltet ihr versuchen, noch ein Exemplar der limitierten Erstauflage zu ergattern, denn hier gibt's gleich 5 Bonustracks zu hören, die vom Sound her zwar etwas roher ausgefallen sind, an sich dem Geschehen auf "Carnage Junkie" aber in nichts nachstehen. [Vic Records, www.vicrecords.com] Gerste
|