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MUMAKIL / OBTUSE / THIRD DEGREE - The Sick, The Dead, The Rotten Part II -Split-Cd Knapp über 37 Minuten lang gibt es auf dieser 3-Way-Split ganz gewaltig eins auf die Glocke und obwohl das Qualitätslevel nicht immer im dunkelgrünen Bereich liegt, ist allein das schon Grund genug, mich reviewtechnisch mal um diesen Silberfisch zu kümmern. Wer/welche Grind und Death/Grind zwar roh und blutig zu sich nimmt, dabei aber nicht nur Old School-Zeugs von anno dazumal hört, sondern auch zeitgenössischen Strömungen etwas abgewinnen kann, sollte sich "The Sick, The Dead, The Rotten Part II" nicht durch die Lappen gehen lassen. Schon die Anwesenheit der Schweizer Blastcore-Brigade MUMAKIL rechtfertigt den Kauf dieser Split. Dass die Eidgenossen das Produzieren von Ausfällen anderen Bands überlassen und stattdessen immer wieder antreten, um ganz gepflegt alles in Schutt und Asche zu grinden, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Als Referenz dafür kann die Split mit MISERY INDEX genauso herangezogen werden, wie ihr "Customized Warfare"-Album. Wer/welche diese beiden Wutbatzen oder andere MUMAKIL-Veröffentlichungen kennt, dem/der brauche ich ihr Zerstörungspotential nicht erst großartig ans Herz legen. Allen anderen sei gesagt, dass sie sich auf soundtechnisch einwandfreien Blastcore einstellen sollten, wenn sie sich dazu entschließen, mit MUMAKIL anzubändeln. Beherzte Tritte aufs Gaspedal, wuchtiges Riffing, jede Menge Hooks + Breaks, ausgeklügelte Tempowechsel und agile Brüll- und Growlorgien bestimmen das Geschehen. 9 wie immer sehr empfehlenswerte Songs haben die Schweizer zu "The Sick, The Dead, The Rotten Part II" beigesteuert und die machen sie zum klaren Gewinner dieser Split. Nach MUMAKIL's Inferno geht es mit OBTUSE aus Holland weiter. Die kannte ich bisher überhaupt nicht, was allerdings nicht weiter tragisch ist, denn sooo viel kann ich ihnen nun nicht gerade abgewinnen. Mühe geben sie sich, das muss man ihnen lassen. Jedoch rauscht ihr Konstrukt aus ballistisch walzendem Death Metal und neumodischem Tech-Grind der breaklastigen und manchmal auch vertrackten Sorte meistens an mir vorbei, ohne ernsthaft Eindruck zu hinterlassen. Mein Buddy Rayk brachte in seinem Review im Hammerheart-Zine # 2 als Vergleich die Namen BODIES IN THE GEARS OF THE APPARUTUS und BRUTAL TRUTH ins Spiel, womit er gar nicht mal so falsch liegt. Allerdings haben OBTUSE lange nicht die Klasse von BODIES und kiffen zu wenig, um an BRUTAL TRUTH heranzukommen. Humor und eine gesunde Abneigung gegen seichtes R&B-Geschwurbel haben sie, das beweist der Track "I Thought That R&B Shit Would Be Over By Now", der auch vor Stoner-Klängen (also doch BRUTAL TRUTH auf der Spur, hähä!) nicht halt macht und für mich zu ihren interessanteren Geschichten zählt. Nach 6 Songs sind die Holländer fertig und ich will's mal dabei bewenden lassen. Last but not least hätten wir dann noch THIRD DEGREE im Angebot. Die gehen ihren in den letzten Jahren eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Das DISRUPT/E.N.T.-mäßige Gecruste und Gegrinde der alten Tage haben die Polen endgültig zu den Akten gelegt und machen stattdessen im Stil ihrer "Outstay"-Cd weiter (Anmerkung: seit einiger Zeit ist auch die "Punk Sugar"-Full Length draußen, die ich aber noch nicht gehört habe). Das bedeutet, dass sich noisy, groovend und breaklastig durchs Material gekämpft wird, ohne dabei den grindigen Klängen Lebewohl zu sagen. The new breed of Grindcore, you know? HC-Einflüsse sind ebenfalls auszumachen, nicht zuletzt bei den Vocals. Auch GODFLESH und NEUROSIS lassen herzlich grüßen. Gefällt mir wieder ausgesprochen gut, obwohl der Sound diesmal nicht wirklich das Gelbe vom Ei ist, was der Mucke ein bisschen den Wind aus den Segeln nimmt. Schade eigentlich. Ferner finde ich es bedauerlich, dass es von THIRD DEGREE lediglich 4 Songs zu hören gibt. Da hätte ich ruhig noch paar mehr vertragen können! [The Spew Records, www.thespewrecords.com] Gerste
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