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PARRICIDE / INCARNATED / REEXAMINE - The 3 Ways Of A Brutality -Split-Cd Man mag von dieser Split denken was man will, aber hier bekommt man noch was fürs Geld! Knapp eine geschlagene Stunde lang Death- und Grind-Mucke, um genau zu sein und das lässt viele andere Veröffentlichungen verdammt blass aussehen! Die Quantität stimmt schon mal. Qualitativ sieht die Sache dann leider nicht so rosig aus, denn Licht und Schatten liegen verdammt nah beieinander. Eröffnet wird der "flotte Dreier" von PARRICIDE. Die habe ich vor gut 5 Jahren mal live erlebt und da waren sie ehrlich gesagt nicht so mein Ding. Sollen ja auch so einige Releases auf dem Kerbholz haben, mit denen ich allerdings nicht vertraut bin. Anyway, hier machen die Polen ihre Sache gar nicht mal schlecht. Tief gestimmter, zuweilen schön groovender Death/Grind mit reichlich Bolzparts ist angesagt. Dazu noch die passenden Cookie Monster-Vocals und die Sache kommt ziemlich amtlich ins Rollen. Nach meinem erwähnten Live-Erlebnis hätte ich ihnen das gar nicht zugetraut! Auch in Punkto Sound ist man, zumindest im direkten Vergleich zu INCARNATED und REEXAMINE, weit vorne mit dabei. Woher die "Gory Inspiration" für PARRICIDE's Schandtaten stammt, wird mit dem gleichnamigen DEAD INFECTION-Cover ziemlich deutlich, welches durchaus als gelungen zu bezeichnen ist, wenngleich es sehr nah am Original angelehnt ist. Das Gleich lässt sich über die 2. Coverversion im Bunde, "Matando Güeros" (BRUJERIA), sagen. Nicht schlecht, Herr Specht! INCARNATED können das von PARRICIDE vorgelegte Niveau zwar halten, bewegen sich mit ihrer Mucke aber in eine andere Richtung. Unser Morbo verglich das Geschehen auf ihrer "Pleasure Of Consumption"-Cd damals mit NIHILIST, ENTOMBED, DISMEMBER, GRAVE, CARNAGE, NECRONY und GENERAL SURGERY. Dagegen habe ich nichts einzuwenden. Old School Schweden-Feeling pur! Sogar der Sound brät dementsprechend, nur leider ist er viel zu dünn und zu undifferenziert ausgefallen, wofür es klaren Punktabzug hagelt. Sehr ärgerlich, denn ansonsten kommt die Verneigung der Polen vor Schwedens alter Schule ziemlich authentisch rüber. Gut ins Bild passt das ENTOMBED-Cover "Abnormally Deceased", das der grundsätzlichen Ausrichtung des eigenen Materials zusätzlich Nachdruck verleiht. Elchtod-Verehrer/innen sollten die Lauschlappen auf Empfang stellen. Den Schlusspunkt setzen dann REEXAMINE aus Japan. Außer anzumerken, dass ich sie so richtig beschissen finde, fällt mir zu ihnen eigentlich nicht besonders viel ein. "Stress Death" heißt einer ihrer Songs, wobei wir beim Thema wären. Ein wilder, nur wenig zündender bis flügellahmer Stilmix aus Ami Death mit der typischen Technikkante, halbseidenem Goregrind und extrem nervigen Gesang. Nee, lasst mal lieber! Und obgleich das alles schon schlimm genug ist, vergewaltigen sie dann tatsächlich noch " For Victory" von BOLT THROWER. Blasphemie! Teert und federt sie! Auf den Scheiterhaufen mit ihnen! Da hätten Mad Lion Records mal lieber bei der polnischen Hausmannskost bleiben sollen, anstatt sich so ein dermaßen faules Ei ins Nest zu legen. Zum Schluss die Platzvergabe: Sieger nach Punkten sind PARRICIDE, die sich die Goldmedaille redlich verdient haben. Silber geht an INCARNATED, Glückwunsch. Bronze bleibt für REEXAMINE übrig, die Glück haben, dass es nur 3 Starter gab, denn eigentlich ihre Leistung ist nicht mal Blech wert! [Mad Lion Records, www.madlion.eu] Gerste
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