NUCLEAR DEATH TERROR - Same -Lp


Bereits im Januar 2007 von Plague Bearer Records veröffentlicht und sich seit dem Packbebusch Festival 2007 in meinem Besitz befindlich, wird es nun (im August 2008) aber endlich mal Zeit für das Review eines der ultimativen Crusthämmer des vergangenen Jahres! Schon das 2005er Demo-Tape der aus der Band URO hervorgegangenen Formation aus Kopenhagen brachte mich ungemein in Wallung und selbiges ist auch bei NUCLEAR DEATH TERROR's Debüt-Lp der Fall. Beeinflusst von Helden wie DOOM, ANTI-CIMEX, DISCHARGE, (early) SACRILEGE, SHILICKERS, ANTISECT und (early) BOLT THROWER entfachen Adam (Vox), Cormy (Vox/Guitar), Christina (Guitar), Eyal (Bass) und Yogi (Drums) auf ihrem Full Length-Erstling ein alles niedermähendes Todescrustinferno in 10 Akten (+ zusätzlicher Track nach dem Rausschmeißer, check it out). 3 der Songs, namentlich "Police Funeral", "Nightmare Reality" und "System Control", sind alte Bekannte vom Demo, für die Lp allerdings neu aufgenommen. Verglich ich die Mucke auf dem Demo damals noch mit der von MASSKONTROLL und MASS GENOCIDE PROCESS, kommen mir heuer vor allem die göttlichen (darf man das in Zusammenhang mit eine Crustband sagen?;) STATE OF FEAR zu seligen "The Tables Will Turn…"-Zeiten in den Sinn, mit dem Unterschied, dass NUCLEAR DEATH TERROR noch derber und metallischer hinlangen, Stenchcore-Kante inklusive! Aber genug jetzt mit Vergleichen zu anderen Bands, letzten Endes liegt das eh immer im Auge des Betrachters/der Betrachterin bzw. im Ohr des Hörers/der Hörerin, basta! Hört man sich die superb aufgemachte und gestaltete Lp (u.a. Atomkriegscrust-Killerartwork von Rob "Mid" Middleton und Posterbeilage) so an, dann fällt auf, dass der Sound zwar immer noch schön räudig und mit jeder Menge Power rüberkommt (aufgenommen wurde übrigens im "Bomb Shelter 13" in Malmö, Schweden), aber leider nicht mehr diesen rohen und brutalst runtergetunten Charme des Demos versprüht, was ich schon etwas bedauerlich finde, da dieses ungeholbelte Gedonnere nahezu perfekt zu NUCLEAR DEATH TERROR passte. Trotzdem noch lange kein Grund für großartige Punktabzüge, zumal die neuen Songs auf der Lp ziemlich genau dort ansetzen, wo der letzte Demotrack verklang und somit qualitativ über jeden Zweifel erhaben sind! Über mangelnde Durchschlagskraft braucht sich jedenfalls zu keiner verdammten Sekunde beklagt zu werden! Und wer/welche mir nicht glaubt, darf sich gerne von Abrissbirnen wie "NDT" (4minütiges Inferno mit düsterem Intro), "A Storm Of Lies" (a storm of crust mit prägnanter Gitarrenarbeit), "In The Shadows Of The Gallows" (der Metaleinfluss ist unüberhörbar), "At The Altars Of The Gods" (der Opener der B-Seite wird im wahrsten Sinne des Wortes eingeläutet) oder "Black Uniforms" (wütende Kruste mit entsprechender Geschwindigkeit) die Birne wegblasen lassen. Aber nicht nur auf Platte, sondern auch live geht bei NUCLEAR DEATH TERROR extremst die Post ab. Davon konnten sich die Abgesandten der CFMD im Dezember letzten Jahres in Leipzig überzeugen. Also wenn diese Crusthorde mal irgendwo bei Euch in der Nähe einfällt, dann geht gefälligst hin, denn es lohnt sich! [Plague Bearer, www.plaguebearer.com] Gerste