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CONVERGE - No Heroes -Cd Im
Gegensatz zu anderen Mitgliedern der CFMD-Crew halte ich CONVERGE für
einen überbewerteten Haufen und kann daher auch den Hype um die
Bostoner nicht nachvollziehen. Sicher, sie haben das Gesicht der "modernen
Extremmusik" entscheidend mitgeprägt und gehören zu den
Gründervätern des Genres "Chaoscore", jedoch erinnert
das ständige Auf und Ab ihres musikalisches Schaffens irgendwie
immer an eine Achterbahnfahrt. Neben ein paar echten Höhen in der
Frühphase, auf der Split mit AGORAPHOBIC NOSEBLEED (da war auch
ihr bisher wahrscheinlich größter Hit "Locust Reign"
mit drauf) und dem zu Recht viel beachteten Album "Jane Doe"
gab es leider auch immer wieder massive Tiefpunkte und wenig nachvollziehbare
Krachorgien, die Morbo den letzten Nerv raubten! Nach "Jane Doe"
haben CONVERGE irgendwie gar nichts mehr bebacken bekommen. Diese Entwicklung
mündete schließlich im Epitaph-Debüt "You Fail
Me", dem bisher dunkelsten und belanglosesten Kapitel der CONVERGE-Geschichte.
Nicht viel besser bestellt ist es um ihr neues Werk "No Heroes".
Darauf kämpfen sich CONVERGE entweder durch uncharismatische Uptempo-Eruptionen
("Heartache", "Hellbound", "Vengeance"
),
schwer verdaulich Midtempo-Nummern ("Plagues"
) oder
sperrig-nervige Klangmonster ("Trophy Scars"
). Mit "Grim
Heart / Black Rose" (dem Tiefpunkt auf "No Heroes") hat
man sogar einen völlig deplaziert wirkenden "Emo meets Stoner
Rock"-Song (igitt!!!-Gerste) mit ins Rennen geschickt. Emo-Kids
werden davon evtl. begeistert sein, ich hingegen betitele so etwas einfach
nur als Scheiße hoch zehn! Trotz des ganzen Dilemmas will ich
jedoch nicht verschweigen, dass sich tatsächlich ein einziges Mal
(und zwar beim Titeltrack) ein Lichtstrahl seinen Weg durch die Finsternis
bahnt, denn der Song "No Heros" ist ganz passabel ausgefallen.
Das rettet CONVERGE zwar nicht den Arsch, ist aber immerhin ein Achtungserfolg
auf einer Scheibe, die nicht minder belanglos ausgefallen ist als ihr
Vorgänger. [Epitaph, |