[ NEURON ]

Kommen wir nun zu NEURON aus Kiel. Einen Bastard, der die nach vorne treibende Energie des Crustcore, die Durchschlagskraft des Grindcore und die urwüchsige Brutalität des Death Metal mit unmissverständlich politischen und gesellschaftskritischen Statements in sich vereint. Außerdem großes Lob an dieser Stelle für die ausführlich beantworteten Fragen. Gerste

1.: Hallo erst mal und danke dafür, dass ihr Euch die Zeit für das Beantworten meiner Fragen genommen habt. Zuerst würde ich gern mal wissen wollen, wie das Jahr 2006 bisher für NEURON so gelaufen ist, wie´s Euch momentan so geht und was es für Neuigkeiten aus dem NEURON-Lager zu berichten gibt.

Owe: Na, mir geht es geht so. Habe gerade einen Bandscheibenvorfall. Ein wirklich bemerkenswert intensiver Schmerz - durchgehend seit 4 Wochen, da kann man schon ins Grübeln kommen. Unserem Bassisten Ollie geht es hingegen sehr gut, ist gerade Papa geworden. Jürgen lebt auf einem Bauernhof und er lebt von dem, was er am liebsten macht: Schlagzeug spielen. Dem geht es auch gut. Das Jahr 2006 lief bisher bescheiden. Wir kommen nicht so recht aus der Hüfte. Alle Bandmitglieder sind zur Zeit sehr mit anderen Dingen beschäftigt, Neuron kommt definitiv zu kurz. Das ändert aber nichts daran, dass wir sehr an der Band interessiert sind. Die Art, mit der wir zusammen musizieren gefällt uns sehr. Die letzte große Neuigkeit ist somit, das unsere LP jetzt auch in den Staaten veröffentlicht wurde, bei crimes against humanity records.

Hendrik: Dem gibt es erstmal nicht so viel hinzuzfügen, außer dass ich in diesem Jahr mein Studium beendet habe und nun vor der Herausforderung stehe, irgendwie ein bisschen Knete zu verdienen, ohne mich komplett vereinnahmen oder verarschen zu lassen. Und das ist gar nicht mal so einfach, denn schließlich ist genau das der Schlüssel zum System. Ansonsten schreiben wir neue Songs über den ganzen Dreck, der abgeht, soweit dass die genannten Umstände zulassen. Im Prinzip ist das nächste Album bereits im Hirn von Owe und mir, wir können nur nicht sehr schnell daran arbeiten.

2.: Ich persönlich finde Euren Bandnamen ziemlich interessant. Kurz und einprägsam das Ganze und echt mal was Anderes bzw. nicht vor Clichés triefend (wie das sonst leider allzu oft der Fall ist). Übersetzt bedeutet er ja soviel wie "Nervenzelle" und mal ganz absehen davon: Steckt dahinter eine tiefere Bedeutung für Euch bzw. wollt ihr damit etwas Spezielles vermitteln, oder habt ihr Euch den Namen nur ausgesucht, weil er gut klingt?

Owe: Danke für das Lob. Die Namensfindung gestaltete sich seiner Zeit etwas schwierig. Wir waren da etwas unentspannt, nichts mit direkter Bedeutung konnte allen gefallen. Neuron war dann relativ prägnant und von der nur bedingt einzukreisenden Bedeutung für alle in Ordnung. Natürlich deutet der Name an, dass vieles in unserer Welt nervig ist.

Hendrik: Die Idee kam von Ollie, und ich fand sie klasse, weil sie, wie Du sagst, frei von Klischees ist und weil das Wort gut klingt (und sich gut in ein schickes Logo umsetzen ließ).
Ollie: Ja, die Idee kam mir irgendwann mal, wie genau weiß ich auch nicht mehr. Aber mit Bandnamen haben Owe und ich uns schon immer schwer getan, das war auch schon bei unser Vorgängerband FLEISCHWOLF so, da standen noch RUh 487 oder Massengrab zur Debatte, wobei letzteres von den Fuckern, die FLEISCHWOLF letztendlich finanziell abgerippt haben, als zu böse eingeschätzt wurde. RUh 487 ist ein schön geschmackloser Witz, wenn man weiß, dass RU 487 eine Abtreibungspille ist.. Du siehst, unser Humor ist tendenziell etwas schräge und wenig pc.

3.: Epistrophy Records, das Label welches Euer Debütalbum "Gleichschritt" veröffentlicht hat, beschreibt die Musik von NEURON mit den Worten "Sawing and grinding hardcore from Kiel. It´s raining nailbombs again.". Würdet ihr sagen, dass dies die treffende Bezeichnung ist? Ich persönlich würde NEURON als einen Bastard bezeichnen, der die nach vorne treibende Energie des Crustcore, die Durchschlagskraft des Grindcore und die urwüchsige Brutalität des Death Metal mit unmissverständlich politischen und gesellschaftskritischen Statements in sich vereint. Oder kurz und knapp: Gnadenloses Polit-Geprügel erster Sahne! Wie seht ihr das?

Owe: Nochmals vielen Dank! Du triffst mit deiner Beschreibung genau das Selbstverständnis der Band, das freut mich. Ich finde allerdings nicht, dass deine Beschreibung in Gegensatz zum Werbetext steht - alleine schon, weil der eigentlich recht offen ist. Zum Werbetext muss ich sagen, dass ich ihn nicht objektiv beurteilen will, da ich den Autor des Textes kenne und ihn sehr mag. Sprich: wenn ich den Text lese, denke ich an Frank, dann habe ich ein leichtes Grinsen auf der Birne und gut ist. Auf Nagelbomben kann ich getrost verzichten.

Hendrik: Mit der stilistischen Einordnung Crust-Grind-Deathmetal kann ich gut leben. Beim einen oder anderen neuen Song wird vielleicht ein kleiner Thrashmetal-Touch dazukommen, allerdings im "very-old-school"-Sinne. Das ist allerdings noch nicht durch bandinterne Zensur gekommen, schauen wir mal, was da übrig bleibt.

Ollie: Das mit dem Thrashmetal kannst getrost vergessen. Gibt es schlimmere Musik? Thrashcore alà HERESY oder BONES BRIGADE oder alte NEGAZIONE kann ich aber den ganzen Tag hören. Das geht klar. Was Frank angeht, muss ich mich Owe anschließen. Ich kenne keinen anderen so sympathischen Chaoten wie ihn. Außerdem hat er mit Epistrophy seit zig Jahren ein supergeiles Label.

4.: Vor geraumer Zeit ist die US-Version der "Gleichschritt"-CD bei Crimes Against Humanity raus gekommen. Wie kam denn der Deal mit denen überhaupt zustande? Coole Sache jedenfalls, dass sich jetzt auch US-Knüppelfreaks mit dem NEURON-Sound den Dreck aus den Löffeln blasen können, aber was noch viel interessanter ist: Der Silberling enthält neben den bereits bekannten 14 Tracks von "Gleichschritt" noch zusätzlich 2 Extratracks, die bei der deutschen Pressung im Presswerk verloren gegangen sind. Was ist denn da überhaupt damals im Presswerk passiert? Die scheinen da ja ganz schön Scheiße gebaut zu haben, denn so ganz alltäglich ist es ja (zum Glück!) nicht, dass mal eben so 2 Songs verloren gehen… Um welche Songs handelt es sich überhaupt und haben interessierte Leute (wie ich), die die deutsche Pressung ihr Eigen nennen, die Chance an die Songs irgendwie ranzukommen (Download?), ohne sich die US-Version von "Gleichschritt" zulegen zu müssen?

Owe: Das mit den 2 Songs hat Mr. Nailbomb verzapft. Allerdings hat auch das Presswerk fahrlässig gehandelt. Auf dem Mastertape waren 16 Songs, wir hatten bei der Bestellung auch 16 Songs angegeben, der vom Label unterzeichnete Vertrag aber lautete über 14 Songs, was seitens des Labels ein versehen war. Das Presswerk hat nicht nachgefragt, sondern sich eigenmächtig für die durch die Unterschrift autorisierte Version entschieden. Es handelt sich aus einer gewissen Sicht heraus um die beiden extremsten Stücke von Neuron überhaupt: Um das schnellste, "Rassistenschwein", und um das langsamste, "Produktlinie: Fleisch". Beide Stücke sind aber sehr kurz, die Spielzeit wurde nur unerheblich verkürzt. Wir haben mehrfach versucht durch irgendwelche Splitveröffentlichungen die Songs zusammen mit Livematerial von unserer Tour zu veröffentlichen, was aber aus den verschiedensten Nerv-Gründen nie geklappt hat. Tatsächlich werden die beiden Stücke demnächst über crimes against humanity online veröffentlicht.

Ollie: online veröffentlicht heißt, dass Nick von CAH zusätzlich den MP3-Kaufweg einschlägt. Wer es mag. Für mich hat ein Song auf nem Rechner Null Wert...Ich würde wegen der beiden Songs die CD nicht extra nochmal kaufen, aber das muss natürlich jeder selbst entscheiden.

5.: Und weil wir gerade so schön bei den Releases hängen geblieben sind: Auf Eurer Homepage habe ich irgendwann mal gelesen, dass ´ne Split mit Euren Labelkollegen AUDIO KOLLAPS geplant war. Ist die ganze Sache noch aktuell bzw. in Planung oder mittlerweile auf Eis gelegt? Ich persönlich mag AUDIO KOLLAPS sowohl in antimusikalischer, als auch in textlicher Hinsicht sehr. Was haltet ihr von der Band?

Owe: Bei dieser schon recht klar geplanten Veröffentlichung ging es genau um die beiden Stücke mit zusätzlichem Livematerial. Es wäre eine Split 12" geworden. Audio Kollaps sind im letzten Augenblick unvorhergesehen abgesprungen, was für uns natürlich sehr ärgerlich war. Die Begründung erinnere ich nicht, weiß aber noch sehr wohl, dass sie mir nicht einleuchtete. Einen weiteren Kommentar verkneife ich mir. Wir haben die Jungs in Hannover auf Konzerten kennen gelernt, obwohl wir nie mit ihnen zusammen gespielt haben. Sie waren an sich sehr nett, was aber nichts daran ändert, dass sie im entscheidenden Augenblick sich nicht souverän verhalten haben. Textlich sind sie sehr klar positioniert und lassen keine Fragen offen und scheuen auch keine Szenekritik, was ich sehr schätze. Musikalisch sind sie natürlich absolut kompromisslos ausgerichtet. Ich mag ihre Riffs und die dazu gewählte Art des Schlagzeugspiels. Allerdings könnten sie etwas mehr Variabilität einbringen, vor allem gesanglich, was aber natürlich meine ganz persönliche Meinung ist. Ihre technischen Qualitäten sind objektiv betrachtet insgesamt schwach - aber das ist in unserem Genre ja oft der Fall, sie fallen somit nicht negativ aus dem Rahmen.

Ollie: Manman, jetzt machen wir uns sicher unbeliebt hier, aber die Audio Kollapse, die ich kenne, sind in der Tat sehr nette Typen. Warum das Ding nicht zustande gekommen ist, tja, da wohl jeder seine eigene Theorie, schade ist es auf alle Fälle, da AUDIO KOLLAPS eine sehr geile Band sind… Was Owe mit den technischen Qualitäten meint, ist mir schon klar, ich persönlich lege allerdings nicht soviel Wert darauf, wie Owe und Hendrik, die viele Bands nur nach deren Qualitäten als Musiker beurteilen. Mir ist das eher egal, wenn ein Song scheiße gespielt ist, aber mein Gefühl, meine Wut, meine Energie trifft, ist das super. Hör dir die ersten NEGAZIONE 7" an, besonders "Tutti Pazzi", wie schlecht gespielt, aber welche unbändige Energie, das reicht mir…

Hendrik: Da muss ich dann aber doch noch mal kurz was richtig stellen: Ich kann mich auch für technisch nicht gut umgesetzte Musik begeistern, auch ich hab genug völlig amotorisches Gerumpel im Schrank. Amebix oder Misery zum Beispiel konnten technisch nie was und sind trotzdem geil. Aber es begeistert mich einfach, wenn Leute so was auch noch geil auf den Punkt spielen. Außerdem hat das auch einen ganz eindeutigen Effekt: die Musik knallt dann einfach mehr. Das ist auch ein Grund, weshalb ich viel Metal höre. Die Message ist meistens arm, daher brauch ich schon Hardcore mit Hirn, aber wenn ich "Heartwork" von Carcass höre oder die alten Klamotten von Megadeth (die ja auch mal politisch waren), da geht schon die Sonne auf.

6.: Kommen wir mal zur NEURON-Bandhistory. Soviel mir bekannt ist, ist die Band aus den Überresten der ebenfalls in Kiel beheimatet gewesenen Metalcore-Combo FLEISCHWOLF hervorgegangen, die nur ca. 3 Jahre lang aktiv war und in dieser Zeit eine CD namens "Lebenskraft" an den Start gebracht hat. Was gibt es (Eurer Meinung nach) nennenswertes über FLEISCHWOLF zu berichten und wie kam es damals zur Auflösung von FLEISCHWOLF und den Neubeginn unter dem Namen NEURON? Würdet ihr sagen, dass es gewissen Parallelen zwischen dem Sound und auch der textlichen Aussage von FLEISCHWOLF und NEURON gibt, oder sind das zwei völlig unterschiedliche
Geschichten?

Owe: Fleischwolf startete in einer dreier Besetzung von der Ollie und ich noch bei Neuron sind. Die Musik der Band mag ich nach wie vor sehr. Insgesamt hatte sie etwas weniger Tempo und auch etwas weniger Aggression und war deutlich metallischer ausgerichtet. In kurzer Zeit hat die Band sehr stimmige Songs verwirklicht und sofort einen Deal bekommen. War aber letztlich Abzocke, auch wenn die CD tatsächlich veröffentlicht wurde. Das Album steht kostenfrei im Netz unter: fleischwolfpower.de
Gegen Ende der Band kam Hendrik als Sänger hinzu, der ja auch bei Neuron spielt. Ich hatte dann einen massiven Streit mit dem Schlagzeuger, der zwar niedergelegt wurde aber nichts daran änderte, dass das Feeling weg war. Sowohl er als auch ich verließen dann die Band zumal wir andere Projekte am Laufen hatten. Hendrik und Ollie versuchten die Band am Leben zu halten, was nicht wirklich funktionierte. Sie hatten einen neuen Drummer, aber keinen Gitarristen. Wir haben dann später zusammen gejammt, ich hasse dieses Wort, das neue Material und der neue Drummer gefielen mir so gut, dass die beiden nicht viel Überredungskraft brauchten um mich wieder einzuspannen. Die Texte waren auch ernst und engagiert, vom Ausdruck her aber anders, etwas derber vielleicht, nicht ganz so direkt im Urteil, aber immer klar positioniert. Allerdings haben Neuron seit einem halben Jahr einen neuen Schlagzeuger. Da muss man dann der Vollständigkeit halber sagen, dass nicht nur drei Leute von NEURON kommen, sondern drei der vier auch bei NOISE FOREST spielen oder gespielt haben, Kiel ist klein. Bei NOISE FOREST haben Jürgen und Ollie gespielt, ich spiele dort seit eh und je. Es ist eher eine Deathmetal Band, die von den drei genannten Bands mit Abstand am längsten existiert und auch deutlich die bekannteste Band sein dürfte. Die Band hat es geschafft, nichts mehr selbst organisieren zu müssen, was ein echter Vorteil ist.

Hendrik: Tja, als ich bei Fleischwolf einstieg, war die Band schon fast am Ende, was ich sehr schade fand. Damals hab ich nur gesungen, und auch bei dem Versuch, die Band nach dem fuck-up weiterzuführen, war zunächst nur ein Gitarrist geplant, der mit Owes Rückkehr ja auch gefunden wurde. Da die neuen Songs aber nach einhelliger Meinung nach zwei Gitarren verlangten, hab ich ungefähr zwei Jahre meines Lebens darauf verwendet, jeden Job zu machen, den ich kriegen konnte, mir Equipment zu kaufen und zu lernen, wie man es benutzt. Owe hat mir bei beidem sehr geholfen, ebenso wie beim "Erlernen" von Songwriting. Und das war richtig, denn es macht einfach einen Höllenspass.

7.: Wie sieht es mit der personellen Besetzung bei Euch aus? Habt ihr nach dem Besetzungswechsel an den Drums jetzt ein stabiles Line-Up, was es Euch ermöglicht regelmäßig Gigs zu spielen bzw. auch mal zu touren? Wie viele Gigs habt ihr denn überhaupt schon so gespielt und was war der bisher denkwürdigste Live-Auftritt der Bandgeschichte? Ein Highlight dürfte sicher auch die Tour mit ACAO DIRETA gewesen sein.

Owe: Das ist natürlich richtig. Die Tour mit ACAO DIRETA war ein Highlight in meinem Dasein als Musikheini. Die Gigs waren von den Besucherzahlen absolut durchwachsen, es gab einen Übergig in Karlsruhe, Ex-Steffi, inzwischen geräumt, aber auch einige mäßige Gigs. Das Entscheidende war, dass die beiden Bands sich unglaublich gut verstanden haben. Die Jungs werden bis zu meinem Lebtag einen Spezialplatz in meinem Herzen tragen, ich kann mich nicht erinnern, dass mir mehrere Menschen in kürzester Zeit so extrem ans Herz gewachsen sind, einmalig. Ich war schon häufiger mit anderen Bands auf Tour und es war immer positiv, niemals aber so sehr wie in diesem Fall. Dass wir quasi keinen Kontakt mehr haben, klingt vielleicht etwas enttäuschend, tut dem Erlebnis aber keinen Abbruch. Leider taten sich zwischen unserem alten Drummer und dem Rest von NEURON teilweise zwischenmenschliche Probleme auf, die nicht umgehend thematisiert wurden. Erst deutlich später kam es zu einer Aussprache, die letztlich den Split nicht verhindern konnte, es gab ein sehr hässliches Ende. Wir haben keinen Kontakt mehr, soweit ich weiß, grüßen wir uns nicht einmal mehr. Dieses miese Ende stört mich noch heute, wenn es mir in den Sinn kommt, was glücklicherweise selten der Fall ist. Keiner von uns war in der entscheidenden Situation noch dazu in der Lage, ein sinnvolles Gespräch zu organisieren, es herrschte nur noch negative Energie. Ich habe mein mir möglichstes versucht ohne mich zu verleumden, was offensichtlich nicht genug war. Tja, da blieb nur ein herzliches "Fuck you". Kaum 24 Stunden später hatten wir einen neuen Drummer, kaum zu glauben. Es ist Jürgen, mein Ex-Bandmate von NOISE FOREST. Er ist ein sehr guter Schlagzeuger, der von seinem Instrument leben kann. Zudem gefällt mir subjektiv seine Art Schlagzeug zu spielen einfach unglaublich gut. Niemand hat mich bisher dermaßen inspiriert wie er durch seine Art des Schlagzeugspiels. Es ist schon abgefahren: Die NOISE FOREST Platte, die wir zusammen gemacht haben, hat zum erheblichen Teil Riffs, die von mir stammen, die mir ohne Jürgen aber nie eingefallen wären. Tatsächlich ist es aber so, dass alle in der Band sehr mit weiteren Dingen beschäftigt sind und wir momentan mit NEURON nicht viel geregelt bekommen, obwohl wir uns alle sehr mögen und auch mehr oder weniger regelmäßig proben. Besserung ist also möglich und wird angestrebt.

Ollie: So ist es wohl, ich wohn auch gut 200 km vom Rest der Band weg, was das Proben nicht immer einfach macht. Und neue Schlagzeuger einarbeiten dauert halt seine Zeit. Ich will hier gar nicht darüber nachdenken, wieviel Zeit ich in meinen Bands im Laufe der Jahre damit verschwendet habe. Schlagzeuger sind wohl ein sehr eigener Schlag Mensch und die Situation mit unserem Ex-Drummer war leider wirklich nicht mehr akzeptabel, da haute menschlich vieles nicht mehr hin. NEURON sind zwar "nur" eine Band, aber mit Menschen Musik zu machen, die meine linken Ideale nicht teilen, das wäre Selbstverleumdung und komplett für`n Arsch. Natürlich sind wir auch jetzt nicht gleichgeschaltet, aber die grobe Richtung ist bei uns allen mit Sicherheit dieselbe.

Hendrik: Och, solange wir alles meiner Meinung sind, läuft doch alles…

8.: Seid ihr neben den Aktivitäten bei NEURON nebenbei auch noch bei anderen Bands oder Projekten am Start? Falls das der Fall sein sollte: Um welche handelt es sich dabei und was für Musik wird da so fabriziert?

Owe: Ich habe mich ja schon über meine andere Band ausgelassen. Beide Bands sind mir sehr wichtig, ich möchte keine missen. Allerdings wird NOISE FOREST wesentlich ernsthafter betrieben, dort herrscht sehr viel Zielstrebigkeit, der Betrieb ist einfach viel höher. Die Band hat ein engagiertes Label, war dieses Jahr schon zweimal auf Tour, im Herbst kommt eine dritte Tour dazu, letztes Jahr haben wir in Wacken gespielt, dieses Jahr steht das Monsters of Rock an. Wie gesagt, es geht dabei um Deathmetal, wobei mein Part der gleiche ist wie bei NEURON: Gesang/Gitarre. Auch die Instrumentierung ist sehr ähnlich: Zwei Gitarren, Bass Schlagzeug, kein separater Sänger. Bei NEURON singen alle drei Saiteninstrumentalisten, bei NOISE FOREST lediglich zwei. Beide Bands teilen sich einen Proberaum.

Jürgen gibt unter der Woche Schlagzeugunterricht und spielt mit verschiedenen Cover- und Folkbands am Wochenende live. Hendrik und Ollie beschränken sich auf NEURON...
Ollie: Wobei ich nebenbei noch andere Dinge treibe, wie z.B. für`s OX-Fanzine zu schreiben, selbst wenn du da wenig machst, kommt immer noch ein erheblicher Zeitaufwand zustande, aber wem erzähl ich das. Und wir lassen alle mal was für dremufuestias.de ab, einer coolen Kieler Punk- und Metalszeneseite. dremufuestias ist übrigens die Abkürzung für: "Dreckige Musik für stinkende Asis". Das sagt wohl alles.

Hendrik: Ich mache tatsächlich nur Neuron, was mich allerdings immer wieder unbefriedigt zurück lässt. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich steh total auf das, was wir machen, und die erste Band, in der ich spiele, müsste immer radikal sein. Mein Musikgeschmack ist aber relativ breit gefächert (solange handgemacht, echt und undämlich) und ich könnte sofort mehrere andere Bands starten, wenn ich die Zeit hätte. Das, was C.O.C. heute machen, finde ich z.B. völlig geil. Sowas würde ich gerne auch noch mal probieren, dafür würde ich auch singen lernen. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

9.: Wie vorher bereits erwähnt, geht es in Euren Texten unmissverständlich politisch und gesellschaftskritisch zur Sache, ohne dass ein Blatt vor den Mund genommen wird und ich denke man kann davon ausgehen, dass Euch die Texte genauso wichtig sind wie die Musik. Interessant auch das Statement, was ihr dazu abgedruckt habt, dass die entsprechenden Themen nur kurz angerissen werden (können) und dass es sich dabei nicht um erschöpfende Reflexion handelt, aber dass es wichtig ist, sich über die ganze Scheiße und die Missstände zu informieren, Bestehendes zu hinterfragen und wach zu bleiben. Denkt ihr, dass ihr mit Euren Texten etwas bewegen könnt? Ich denke z.B. nicht, dass eine Band mit ihren Texten die Welt verändern kann (ist ja auch ´ne ziemlich naive Annahme), aber sehr wohl den Anstoß dazu geben kann, dass sich der/die Einzelne mal über dieses und jenes so seine Gedanken macht und über bestimmte Themen und Sachverhalte etwas genauer nachdenkt bzw. sie hinterfragt. Oder um mal eine ziemlich bekannte Ami-HC Band zu zitieren (die früher mal ziemlich geil war, inzwischen leider völlig überbewertet wird und gänzlich dem Kommerz verfallen ist, weshalb ich mir deren Name jetzt mal verkneife-aber das nur am Rande…): "You can´t change the world, but you can change yourself!". Wie seht ihr das?


Owe: Die Texte haben absolut gleichen Stellenwert. Die Songs machen übrigens immer Hendrik und ich, die Texte hingegen Hendrik allein, allesamt. Du fragst nach der Bedeutung und der Wirkung einer Sache, die uns wichtig ist. Nun, was bedeutet es, die Welt zu verändern? Es gibt Menschen, die meinen, der Flügelschlag eines Schmetterlings könnte einen Atomkrieg mit auslösen - da könnte man doch meinen, dass unser Rumgeunke etwas Ähnliches zustande bringen sollte? Natürlich beeinflussen Songtexte nicht den Lauf der Welt, aber Menschen, die die Texte lesen, werden vielleicht inspiriert - auch wenn szenebedingt die Inspiration bereits vorhanden ist. Der wesentlichste Punkt aber ist, dass Dinge benannt werden, die uns wichtig sind. Wir haben als Band etwas zu sagen, was Menschen, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind, interessiert. Das ist schon mal was. Wir gestalten mit der Band Zeit unseres Lebens und verarbeiten Dinge, die uns bewegen. Was damit dann passiert, wenn die Scheiße bei dir aus den Boxen quillt, entzieht sich meiner Kontrolle, das ist nun mal so. Die von dir zitierte Zeile steht natürlich im Kontext deiner Frage, aber für mich als alten Mann ist sie zu selbstverständlich, als dass ich dem Verfasser sonderlich Respekt zollen könnte. "Gabi wartet im Park" oder "Eine Mark für Charlie" haben nicht viel weniger Gehalt. Abgesehen davon denke ich, dass Menschen sich in de Regel nicht vorsätzlich und aktiv verändern, dennoch als Gattungswesen theoretisch das Potential haben, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu entwickeln, sich charakterlich zu erweitern, die eigenen Schattierungen zu erkennen. Dazu bedarf es einer gewissen geistigen Agilität und Ehrlichkeit. Das ist etwas anderes als "Ey, verändere dich mal, du Sack."

Hendrik: Das hat Owe aber mal wieder sehr schön gesagt. Ich neige zu der Ansicht, dass Menschen dieses erwähnte Potential noch niemals in der Geschichte der Menschheit abgerufen haben, sonst sähe die Welt anders aus. Der "Fortschritt" der Menschheit beschränkt sich auf im weitesten Sinne technologische Neuerungen, die die Effizienz eines selbstgeschaffenen, menschenfeindlichen Systems immer weiter gesteigert haben. Soweit, dass ein Großteil der Menschen heute eigentlich schon nicht mehr klarkommt (selbst ohne rein materielle Nöte). Ethisch-moralischen oder auch wirklichen, intellektuellen Fortschritt, oder wie man es nennen will, kann ich seit Beginn der dokumentierten Menschheitsgeschichte nicht finden. Die wenigen -und vereinzelten - Ausnahmen von dieser Regel haben leider noch nie ausgereicht, um wirklich etwas zu bewirken. In sofern bilde ich mir nicht ein, hier Anleitungen für die Gestaltung einer besseren Welt zu verbreiten, umso mehr, als die Leute, die so ne Musik hören, ohnehin "auf derselben Seite stehen". Die Möglichkeit der Veränderung sehe ich praktisch nicht, für mich ist das Schreiben von Texten eher ein Ventil, um den ganzen Scheiß zu reflektieren.

Ollie: Richtig. Welt verbessern ist ein schwieriges Unterfangen. Hendriks Texte gehen natürlich alle durch die bandinterne Zensur und es wird noch mal hier oder da ein Wort geändert. NEURON Texte sind eigentlich immer Zustandsbeschreibungen, bieten aber eigentlich fast nie eine Lösung an. Hätten wir sie, würden wir es sicher tun. Ich werde nie begreifen, warum Menschen nicht einfach in Ruhe und Frieden leben wollen, jeder dreckige Scheißkrieg um Religion oder Öl oder was auch immer pisst mich unendlich an, aber es reicht mir auch schon der Umgang, den viele Menschen miteinander pflegen. Ich hab absolut keinen Bock drauf immer Stress zu haben oder bedroht zu werden, rumzubrüllen, zu saufen, aber andere wollen das haben? Ich werd es nie begreifen. Aber unseren eigenen Umgang zu ändern und unser Umfeld mit unserem Verhalten zu beeinflussen, das können wir in der Tat. Leute, die uns nicht kennen, werden vielleicht enttäuscht sein, uns zu sehen, da wir äußerlich relativ normal und auch nicht mehr die Jüngsten sind, damit fällt leider der Begriff Mittelklasse-Kids für uns flach, vielleicht eher Mittelklasse-Adults. Nun, ich kann nichts dafür im April 1966 von meiner Mutter in Kiel geboren geworden zu sein, aber ich habe trotzdem meine Punkrockideale und zwar schon bedeutend länger, als all die tollen echten Punks, die mich in meiner Jugend begleitet haben und mittlerweile ins biedere Familienleben abgetaucht sind.

10.: Wie sieht es "szenetechnisch" so in der Kieler Gegend aus? Geht da richtig was oder sieht es eher finster aus? Bestehen im NEURON-Lager rege Kontakte zu anderen Bands, Labels, Distros usw.?

Owe: Kiel ist keine wirklich große Stadt, 250.000 Einwohner. Für die Größe gibt es unglaublich viele Bands, die meisten kennen sich natürlich. Die Atmosphäre ist in der Regel gut, manchmal gibt es etwas viel Klatsch. Der letzte Schrei ist seit geraumer Zeit Punkrock. Ich persönlich kann das nur bedingt wechseln, was daran liegt, dass ich meine Jugend in den 80ern hatte. Zu der Zeit war HC-Punk sehr politisch, der Krieg noch kalt und die Szene war viel radikaler und mehr auf Kamikaze aus als heute. Mitte der 80er attestierten Anti-System dann "Punkrock is no longer such a big shock." Abgesehen davon, dass Crass schon ´77 "Punk is dead" sangen, traf das zu. Punk scheint mir hier eher als Lifestyle denn als radikal alternativer Lebensentwurf. Ich kann das verstehen, so mancher von früher fristet heute kein schönes Leben und dient als unfreiwilliges Negativbeispiel. Da achtet man darauf, dass die Seiten vom Iro nicht ganz kahl sind, es könnte ja mal eng werden... Kontakt zu anderen Bands haben wir nur mäßig, wie gesagt wir haben viel am Hals, aber natürlich gibt es einen guten und ungezwungenen Kontakt. Kiel hat ja den netten Vorzug eine sehr aktive Internet-Szeneseite zu haben, die wir oben ja schon erwähnt haben, da passiert wirklich viel.

11.: Was geht in Bezug auf rechtsradikale Aktivitäten in Eurer Gegend und was wird dagegen getan? Hattet ihr selbst schon Probleme bzw. direkte Konfrontationen mit Faschos (mal abgesehen davon, dass die bloße Existenz von denen ein Problem an sich darstellt…)?

Owe: Ich wohne in Kiel-Gaarden, Ausländeranteil über 30%, um Faschos brauch ich mich da nicht zu kümmern. Wenn es in Kiel zu Nazidemos kommt, wird die linke Szene, die relativ betrachtet sehr groß ist, schnell aktiv. Die Anzahl der sich bekennenden und aktiven Nazis in Kiel, die potentiell wirklich (auch körperlich) gefährlichen sind ist weit geringer. Irgendwelche Opas sind mir hierbei natürlich egal. Ich alleine bin in Kiel noch nie mit Nazis in Konflikt gekommen, auch nicht in Zeiten, in denen ich noch wirklich scummy aussah.

Hendrik: Ja, das Thema ist in Kiel wirklich recht erfreulich. Klar ist jeder Typ mit nur Scheiße im Kopp einer zu viel, aber da geht´s in anderen Städten doch ganz anders zu. Kann mich nicht erinnern, wann hier mal eine rechte Aktion wie geplant ablaufen konnte. Der Widerstand ist immer sofort da.

12.: Angefacht durch die momentan stattfindende Fußball-WM rollt eine Patriotismus-Welle durch dieses Land, dass es schon nicht mehr feierlich ist Deutschlandflaggen und Nationalstolz bis zum Erbrechen! Plötzlich "ist man wieder wer" und ist "besonders stolz auf sein Land" (was ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann!). Was haltet ihr davon?

Owe: Nun, Endspiel war vorgestern, bitte entschuldige meine Schlampigkeit. Natürlich schmerzt mir die Netzhaut von dieser zudem auch noch optisch hässlichen Fahne, natürlich jucken mir die Finger, natürlich verlangt es mich nach Feuer... Aber wirklich ernst nehme ich das nicht. Es ist kaum eine Frage von Monaten. Anstrengender finde ich eigentlich die öffentliche Debatte in den "seriösen" Propagandaorganen. Die Art der Nabelschau ist so lächerlich, dass mich wundert, wie selten ich kotze. Immer der gleiche Krampf: "Was machen wir da?", "Dürfen wir das?", "Ist das nicht überwältigend?", "Ist es nicht ein freierer Umgang?", "Ist es nicht ein Stück Normalität?" Nein, ist es nicht, es ist ein kommerzieller Event, der zum Selbstläufer wurde. Die größte Pflaume in der Debatte ist meines Wissens Ex(?)-Drogenbaron J. B. Kerner. Der sich immerzu in die Anzughose uriniert, weil die Gefühle so groß und schön sind, die entstehen, wenn man sich unverkrampft zu seinem Vaterland bekennt. Fakt ist: Solange die WM anhält, läuft die Diskussion, aber sie entwickelt sich nicht, sie dreht sich im Kreis, was mich in der Annahme bestätigt, dass es keine wirklich tief greifende Veränderung ist. Wahrscheinlich wissen die Jungs einfach nicht wohin mit der Sendezeit...

Hendrik: Jo, und die meisten Gröl-Proll-Besuffskis sind auch nicht wirklich nationalistisch eingestellt, glaub ich. Die sind eher unreflektiert, breit und blöde. Das macht es nicht viel besser, aber ich neige wie Owe zu der Annahme, dass das nicht lange hält. Hätte sich irgendein Marketing-Yuppie ausgedacht, dass wir uns zur WM alle Frikadellen ans Knie nageln, wär die 82 Mio. starke deutsche Idiotenherde eben da hinterher gerannt. Nazi oder auch nur Nationalist sein geht anders, aber trotzdem finde ich diese Flaggenwedelei ebenso wie dieses ganze überkommerzialisierte, unsympathische Proletenfest unerträglich. Umso mehr, da ich auch mit Leib und Seele Sportler bin und nach wie vor hinter der ursprünglichen Prämisse von Sport stehe, nämlich Zweckfreiheit. Sport also nur zur persönlichen Erbauung, und für sonst nix (erst recht nicht um Leute abzuzocken und sich Millionen in die Taschen zu stopfen).

Ollie: War WM? Nee, ich hab von der ganzen WM nur die Verlängerung von BRD gegen Italien gesehen und da haben mir die letzten 3 Minuten ausgesprochen gut gefallen. Was allerdings so viele stolz macht, ist mir schleierhaft, weil man auf nix stolz sein kann, was man nicht selbst gemacht hat. Damit ist der Stolz nur eine weitere Propagandaworthülse. Ich scheiß auf diesen Staat mit all seiner Verlogenheit und Selbstbeweihräucherung. Die "Alte Meierei" hat in irgendeiner ihrer Infomails geschrieben: "Es gibt ein Leben nach der WM". Das trifft es sehr gut. Und das Erwachen wird böse sein.

13.: Was glaubt ihr wird das Jahr noch so für NEURON bringen? Vielleicht eine neue Platte? Habt ihr schon konkret irgendetwas geplant, oder lasst ihr ruhig und entspannt alles auf Euch zu kommen?

Hendrik: Wie schon erwähnt, ist genug Song-Material für ein Album da, ebenso sieht es mit Texten aus. Passiert ja genug Dreck jeden Tag. Sobald es fertig ausgearbeitet ist, wollen wir sicherlich so schnell wie möglich aufnehmen.

Ollie: Und endlich wieder live spielen. Wer Bock drauf hat: MELDEN. Wir sind sauber und pflegeleicht.


14.: Habt ihr evtl. noch Fragen an mich oder das CFMD?

Owe: Vielen Dank an dich, dass du dir Zeit für uns genommen hast! Wir würden dich gern mal auf einem Konz kennen lernen, vielleicht behalten wir sporadischen Kontakt und können dich mal auf die Gästeliste setzen. Bitte benachrichtige uns im Falle der Veröffentlichung.

15.: Besten Dank für das Interview! Lasst es weiterhin ordentlich krachen! Wenn ihr noch irgendetwas loswerden wollt: This space is yours!

Owe: Vielen Dank, dass ihr euch mit Neuron beschäftigt habt. Lasst euch nicht verarschen, werdet nicht zu ernst!

Hendrik: Ich sag´s mal so: Hirn an! Augen auf! Ohren auf! Maul auf! No Gods, No Masters! Und ein sehr ehrlich gemeintes Dankeschön an alle, die sich mit dem beschäftigen, was wir machen.
Ollie: Ey, Alter: No Gods, No Masters ist mein Spruch. AMEBIX hatten aber noch andere Kracher auf Lager: "And The Air Smells Like Dachau Today". Cheers, Support Your Scene!