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KURUSHIMU ]
Bis zum diesjährigen FTC Festival in Luckau konnte ich mit dem Begriff KURUSHIMU rein gar nix anfangen. Als mir allerdings der Rossi (Accion Mutante) diese Combo sehr ans Herz legte und mir deren ersten Release (Accion Mutante / Kurushimu Split 7") in die Pfoten drückte, hatte ich schon so eine Vorahnung. Mit ihrem Gekloppe hatte sich das Trio aus Germoney recht schnell einen vorderen Platz in meiner Plattenkiste ergattert und es war definitiv klar, dass hier ein Intie ran musste, um etwas mehr über das Dreimanngespann herauszubekommen. Wer hinter der Band steckt und noch mehr könnt ihr nun nachlesen ! Erik
Jaggy.: Ja, ich erinnere mich natürlich. Mir geht's so weit gut. Danke der Nachfrage, ich hoffe Dir auch!! 2.: Das Thema BASALT war nach Eurer geilen LP ja dann irgendwie abgehakt und inzwischen hast Du ´ne neue Band Namens KURUSHIMU am Start. Seit wann treibst Du denn mit KURUSHIMU nun schon Dein Unwesen, wer ist außer Dir noch dabei und warst Du zwischendurch noch bei anderen Knüppelcombos aktiv? J.:
Zwischenzeitlich gab's noch eine Kapelle namens Humanitär. Damit
gab's eine Split LP mit den Slowenen von "Wasserdicht"! Ist
stilistisch Crustpunk mit Grindeinlagen (logisch : ). Leider haben wir
uns als 3 Mann Kapelle auflösen müssen, da sich der damalige
Sänger / Gitarrist entschied nach Berlin zu gehen. Habens dann mit
2 neuen Leuten noch mal probiert, aber das war's dann nicht mehr. Die
LP ist bei mir noch zu haben!! Nebenbei hab ich auch noch bei der Chaostruppe
"Bierkadava" angeheuert, welche nach eigenen Angaben 1a Idiotenpunk
spielen. Das kommt auch hin. Davon gibt's zuweilen nur Shirts. Vielleicht
auch besser so. 3.: Beim diesjährigen FUCK THE COMMERCE Festival hat mir der Rossi Eure Split-7" mit ACCION MUTANTE in die Hand gedrückt. Geiles Teil! Vielleicht kannste mir ein bisschen was über den Entstehungsprozess der Scheibe erzählen. ACCION MUTANTE wieder als Splitpartner mit an Bord zu haben, ist auf jeden Fall als positiv zu bewerten. Schon zu BASALT-Zeiten ist ja damals eine schöne Split mit ihnen erschienen. Wer hatte die Idee zu einem erneuten Zusammentreffen und ist das eigentlich die erste Veröffentlichung aus dem Hause KURUSHIMU? J.: Das war meine Idee, weil das damals mit Basalt und Accion Mutante schon gut lief und ich die Band nat. auch musikalisch schätze. Es ist unsere erste Veröffentlichung. Wir hoffen nächstes Jahr was Neues an den Start zubringen, vielleicht eine Split LP, mal sehen wie wir vorankommen.
4.: Gab's denn schon irgendwelche Resonanzen auf die Ep? Auf die Band ja ganz sicher, denn ihr habt ja auch schon live gespielt (wie den Einträgen in Eurem Gästebuch zu entnehmen war). Wie sieht es in dieser Beziehung da im Allgemeinen bei KURUSHIMU aus? Habt ihr regelmäßig die Möglichkeit Gigs zu spielen? J.:
Die Resonanzen waren bis jetzt durchaus positiv. Sehr erfreulich. Wir
selber sind aber auch zufrieden mit dem Teil. Danke noch mal an den Flupp
( Frontcore Recs). 5.: Beim Schreiben der Texte herrscht bei Euch ja scheinbar Arbeitsteilung vor, zumindest durfte bei den Lyrics der 7" jeder von Euch mal ran. Von was lasst ihr Euch beim Texten inspirieren und würdest Du sagen, dass bei der Band die Texte gleichberechtigt neben der Musik stehen, oder eher zweitrangig sind? J.:
Na ja, das mit den Texten is so ne Sache. Wer Ideen hat, bringt sie mit
zur Probe und dann wird entschieden, ob das geht oder halt nicht. Da der
gute Jensi zuweilen über die Stränge schlägt, ist das unbedingt
nötig. Wie wollen ja nicht im Knast landen!!! 6.: Nachdem das mit den Texten jetzt geklärt ist, kommen wir doch mal zur Musi(c)k! Ist ja ein ganz schönes Geknüppel, was ihr da vom Stapel lasst! Wie würdest Du persönlich denn überhaupt die KURUSHIMU-Mucke bezeichnen? Natürlich bleibt an dieser Stelle die Frage nach den antimusikalischen Einflüssen nicht aus. Nur "alte Helden" oder auch neuzeitliche Krachorchester? J.: Ich persönlich würde die Musik als Grindcore mit Death Metal Einflüssen bezeichnen. Das ist ja eh total schwierig heutzutage, weil es so viele Begriffe gibt. Ich habe anfangs mal ein Paar Riffs beigesteuert. Sie sind wohl eher der Alten Schule zuzuordnen. Schnell schnörkellos, bleiben relativ gut im Ohr hängen. Kommt wohl daher, dass ich auf eher eingängige Sachen stehe, damit meine ich nicht nur die schnellen Sachen. Ich liebe auch die simple Art von Bands wie AC/DC, Accept und so'n Kram. Das bleibt halt hängen. Mir geht das auf den Sack, wenn ich einen Song gehört hab und mich danach an keine Melodie mehr erinnern kann, dafür aber alle schön auf ihren Instrumenten rumgewixt haben, neeeeeee! Paul hat da nen ganz anderen Stil. Viele Riffs und Tempowechsel in kurzer Zeit ist die Devise. Dabei mal ein Dreher im Takt und all das. Treibt mich regelmäßig in den Wahnsinn damit...und hat Spaß daran. Die Sachen sind allerdings trotzdem eingängig, das ist cool. Außerdem hat er seine Klampfe extrem tief gestimmt, frag mich nicht, wie viele Halbtöne tiefer, aber das brät gut ab. 7.: Ist VULKANCORE eigentlich Dein eigenes Label? Wenn ja: Auf was für Releases kann in der bisherigen VULKANCORE-Geschichte schon so zurückgeblickt werden, seit wann gibt es das Label und ist in nächster Zeit schon wieder ein neuer Release geplant? Und wie sieht es dabei eigentlich mit dem finanziellen Aspekt aus (steckst Du da nur rein oder fällt auch was ab bzw. kannst Du die Unkosten decken?)? Wenn nein: Evtl. kannst Du trotzdem etwas darüber erzählen. J.:
Vulkancore haben wir mal als 3 Mann Label gegründet. Da haben wir
dann alles, was wir zum Verkaufen hatten in einen Topf geworfen und damit
die finanzielle Basis geschaffen, selbst etwas zu veröffentlichen.
Inzwischen sind wir noch zu zweit und die Sache läuft so neben her.
Bis jetzt haben wir Veröffentlicht, bzw. uns beteiligt an Sachen
wie dem Terl Feten Sampler, Bubonix LP, Basalt, Cardia, Humanitär
/ Wasserdicht und halt der neuen Split EP. Kann sein, dass ich da was
vergessen habe....
J.: Das war Pauls Idee, oder sogar die seiner Freundin, weil die Japanologie oder so was studiert. So weit ich weiß, heißt es Schmerz ertragen. Passt ja. 9.: Was hat sich denn szenetechnisch in der Gegend wo Du herkommst so seit der Zeit unseres letzten Interviews so getan? Hat sich überhaupt was getan? Gibt es überhaupt so etwas wie eine aktive Szene? Ich für meinen Teil könnte, wenn ich mir da so die unmittelbare Umgebung hier betrachte, in dieser Hinsicht einfach nur kotzen! Wie sieht's bei Euch aus? J.:
Ich bin vor 1,5 Jahren nach Bonn gezogen. Hier geht nix, traurig. Lediglich
was Metal und Punk, aber definitiv zu wenig für eine Stadt dieser
Größe. In Köln ist dann schon was mehr los. Jack Slater
und World Downfall kommen zumindest daher, und ich denke einiges mehr.
10.: Wie es in Bezug auf Nazischeiße und braune Machenschaften in Sachsen aussieht, dürfte hinlänglich bekannt sein Was geht in Bezug auf diesen Mist bei Euch so ab? J.: Zur Zeit ist es hier diesbezüglich ruhig. Ich denke aber schon, dass diese Leute auch im Westen der Republik im Hintergrund überall tätig sind. Das hat man ja bei der ultrapeinlichen (für dir BRD) Naziaufmarsch in Gelsenkirchen während der WM gesehen. Ich konnte es ja nicht glauben, dass man das erlaubt hat. Man sollte, auch wenn man längere Zeit nicht von wegen Rechtsextremismus in den Medien hört, nicht glauben, dass diese Leute untätig sind, das wäre fatal. 11.: Zur Zeit ist ja gerade die Fußball-WM im vollen Gange. Das Interesse der CFMD-Mutanten hält sich in Grenzen (es sei denn Deutschland verliert-HAHA!). Was hältst Du vom dem ganzen Spektakel? Interessierst Du Dich überhaupt für Fußball und Sport im Allgemeinen oder bist Du gar selbst sportlich aktiv (vom Schlagzeugspielen mal abgesehen, was ja in gewisser Weise auch irgendwie "Sport" ist )? J.:
Ich muss gestehen, dass ich große Fußballturniere liebe. Dann
halte ich nat. auch zu unserer Elf, das wird wohl noch erlaubt sein. Ansonsten
schlägt mein Herz aber nur für den FC. St. Pauli. 12.: Zurück zu KURUSHIMU: Habt ihr vor, in diesem Jahr noch irgendwas Neues zu veröffentlichen? Sind in nächster Zeit Live-Gigs geplant? Apropos Gigs: Am 07.10. spielt ihr (lt. Flyer) u.a. zusammen mit GUT in Koblenz. Irgendwelche Berührungsängste in Bezug auf Porn-Grind? J.:
Ich sag nur : Porn Grind - was soll das?? Musikalisch meist gut, aber
die Texte sind nur peinlich. Wer's braucht. Habe aber deshalb keine Angst
mit solchen Bands zu spielen. Wir zeigen halt dann, dass es auch anders
geht. 13.: Okay, das war's! Danke für das Interview und weiterhin maximale Erfolge mit KURUSHIMU! Natürlich hast Du das letzte Wort J.:
Ich Danke Dir nat. auch. Ich hoffe die Fragen mindestens ausreichend beantwortet
zu haben. Hier denn noch unsere Homepage : www.kurushimu.de.vu oder auch
bei Myspace mal reingucken.
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