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TOURTAGEBÜCHER
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Schizophrenic
Maniacs Tour 2006
Marcus666 unterwegs mit Hatchery vom 14.06. bis 18.06.2006
Lange
war sie geplant und die Vorbereitungen für diese Tour waren schon
getroffen. Die Rede ist von der Schizophrenic Tour, welche als Hauptbestand
aus den Bands HATCHERY aus Mannheim und CHAINSAW aus Holland bestand.
Geplant waren insgesamt drei Gigs. Neben einem Gig in Frankenthal stand
auch noch einer in Frankreich und einer in Belgien auf dem Plan. Meine
Wenigkeit hatte die Ehre, die ersten Gehversuche der Mannheimer Thrash
Metal Band im Ausland mitzuverfolgen! Leider ist mir der Gig in Belgien
vorenthalten geblieben, da ich aus beruflichen Gründen nicht mit
konnte (aber ich habe mir von Ronny sagen lassen, dass dieser auch sehr
geil gewesen sein soll!). Also beschränke ich mich nur auf die zwei
Gigs, die ich miterlebt habe. Und überhaupt kann gesagt werden: Die
Tage on Tour hatten es in sich!

Los
ging das Ganze am 14.06.06, wo der erste Gig in der Frankenthaler Zuckerfabrik
steigen sollte! Unsereins ist wie immer ziemlich spät dran gewesen,
aber zeitlich reichte es trotzdem noch! Ich lud noch am Nachmittag unseren
Herrn Lehrer Ronny, der auch der Basser von Hatchery ist, ein und dann
ging es noch schnell zum Proberaum, um noch ein paar Sachen zu holen,
ehe wir dann (ich glaube gegen 19 Uhr) eintrafen. Zu der Zeit waren schon
die anderen Bands anwesend und vertrieben sich die Zeit. An Publikum war
noch nicht soviel los, aber es sollte ja auch erst 20 Uhr losgehen. Also
schnell ausgeladen und erstmal die Leute begrüßt, die anwesend
waren! Jetzt musste also nur noch das Publikum kommen, denn ich glaube
wenn weniger als 20 Leute vor Beginn da gewesen wären, wäre
das Konzert vom Chef der Zuckerfabrik abgesagt worden. Aber der Saal füllte
sich gut und so waren es am Ende sogar um die 80 zahlenden Gäste.
Nicht schlecht!
Die erste Band des Abends sollte dann CAST AWAY aus Heppenheim sein, eine
Heavy Metal Coverband. Spielerisch waren sie nicht mal schlecht, aber
für meinen Geschmack war der Gesang ziemlich Panne! Die Zuschauer
sahen das anders und feierten die drei ziemlich ab! Was auch gut war,
denn die Stimmung stieg zusehens!
Pünktlich begannen dann HATCHERY. Nach einem Intro begann man mit
Eyes Of Horror und War, ehe dann bei Nothing
der erste Moshpit startete. Und dies sollte dann ein Dauerzustand sein!
Die Leute sind abgegangen wie von der Tarantel gestochen! Schade bloß,
das Eric, welcher sonst die zweite Gitarre bedient, aus beruflichen Gründen
nicht mit dabei sein konnte, wodurch auch etwas der Druck fehlte und der
Gitarrensound nicht ganz so fett rüber kam, wie man es eigentlich
gewohnt ist. Die vier auf der Bühne gaben aber wie immer alles und
wie gesagt, die Leute gaben auch vor der Bühne gut Gas! Und so spielte
man neben einem Cover von Running Wild (Brotherhood) auch
noch einen neuen Song. Das war Wake The Dead, welcher mich
sehr überzeugt hat und schon auf eine neue Veröffentlichung
hoffen lässt, die ja hoffentlich bald kommen wird, oder?

Nun
kamen die Holländer von CHAINSAW an die Reihe und ich war gespannt!
Schließlich hatte man ja schon viel von ihrer Bühnenshow gehört.
Die vier Mannen machen eine Mischung aus Heavy und Thrash Metal. Eine
Mischung, die durchaus mitzureißen versteht. Los ging es dann mit
einem Intro und Sänger Aike startete dazu noch mit seiner Kettensäge
einen Lauf durch das Publikum nach draußen und wieder rein! Damit
holte er auch noch die letzten draußen verbliebenen vor die Bühne,
ehe man dann schließlich mit dem ersten Song The Blood Of
Civilization los legte! Und die eingefleischten Fans rasteten gleich
aus, so dass auch schon die erste Flasche zu Bruch ging. Also schnell
Scherben weggeräumt, ehe es noch Verletzte gab und weiter gings!
Als dritten Song konnte man dann gleich mit Bloodlust, einem
Cover von Venom, aufwarten, was die Zuschauer begeisterte. Auch Show-mäßig
zeigte man was man was Sache ist und so wurde dann bei The Missionary
eine Pfarrkanzel hervor gezaubert und sich schnell in Pfaffenkleidung
geworfen. Und schon gab es die erste Predigt-haha! Ich muss schon sagen,
die Jungs gaben alles, um den Leuten was zu bieten! Insbesondere der Basser
Magnus gab alles. Ich kann nur sagen: Mit einem Ledermantel auf der Bühne
bei dieser Hitze! Respekt!!! Man sah auch schon das Wasser aus dem Mantel
tropfen, um mal deutlich zu machen, wie heiß es war. Das er nicht
umgekippt ist, war echt ein Wunder! Mit "The Butcher Of Bagdad
kam dann das Highlight des Abends. CHAINSAW holten ein Kunstschwein hervor,
welches mit Kunstblut und Gedärmen gefüllt war und dann wurde
während des Songs mit einer Axt das Schwein geschlachtet und die
Gedärme in das Publikum geschmissen, ehe dann Aike das Schwein nahm
und sich das ganze Blut über den Kopf kippte. Nicht schlecht, Herr
Specht!

Die
Leute feierten CHAINSAW kräftig ab und nach dem 12. Song Domination
sollte dann Schluss sein, aber so einfach sollte das nicht werden. Nach
Zugaberufen kam man dann mit dem Song Master Of Fat zurück
und setzte damit den Schlusspunkt! Für mich der geilste Song der
Band!
Nachdem dann alles rum war und die ganzen Sachen verstaut waren, machten
wir uns auf den Heimweg, denn es sollte ja schließlich am nächsten
Tag auf die große Reise Richtung Cannes am Mittelmeer gehen! Also
trennten sich erstmal unsere Wege. CHAINSAW pennten bei Bekannten in Mannheim
und unsereins mit Ronny, Zottel und Martina bei Ruben. Der Rest von HATCHERY
fuhr nach Hause, da sie es nicht so weit hatten und man wollte sich dann
um neun am nächsten Tag bei Ruben treffen und von da aus den Weg
Richtung Süden antreten. Und so ließen wir den Abend noch gemütlich
bei ein paar Bierchen und guter Musik ausklingen. Gute Nacht!
Donnerstag, 15.06.06
Nun war es soweit! Es war acht Uhr und es hieß aufstehen. Natürlich
waren alle noch müde und wollten lieber schlafen, aber es half nix!
Nils und Krissi wollten um 9 da sein und dann sollte es auch schon losgehen.
Als sie dann aber um neun da waren, waren noch längst nicht alle
fertig (wie sollte es auch anders sein!). Und das, obwohl wir schon im
Akkord geduscht hatten und uns beeilt haben wie die Sau! Aber was solls,
dann gab es eben erstmal noch Kaffee und was zu essen. Ehe wir dann die
Autos geladen hatten, war es dann auch schon zehn! Somit hatten wir also
eine Stunde Verzug. Wir wollten dann noch die Route National
fahren, um Geld zu sparen, was sich aber als Fehler erweisen sollte! Also
die Autos waren bepackt und unsereins durfte sogar den Luxus eines Wohnmobiles
genießen. Na als Presse ist das ja wohl das mindeste,
HAHAHA! Nein, war bloß Spaß! Also Nils, Krissi, Ronny und
ich sind dann im Wohnmobil gefahren und Zottel, Martina und Ruben im PKW
hinterher. Und ich kann sagen, so entspannt bin ich noch nie eine so lange
Strecke gefahren. Also ab gings und als wir dann in Frankreich waren,
ging es nicht auf die Autobahn zu den Wegelagerern, sondern halt auf die
Route National. Ronny und ich vertrieben uns die Zeit hinten
mit lesen und natürlich Bier trinken. Davon war natürlich genügend
an Bord! Geschlafen wurde auch viel und dann gab es noch einen Versuch,
Schiffe versenken zu spielen, welchen wir dann abbrachen,
da uns durch die vielen Kurven dabei leicht schlecht geworden war. HiHiHi!!!
Nachdem wir unterwegs dann noch Rast machten, um Essen zu fassen und nachzutanken,
hatten wir dann doch die Schnauze von der Route National voll.
Nach ziemlich langer Fahrzeit entschlossen wir uns bei Lyon (trotz Maut)
doch die Autobahn zu nehmen. Anders war einfach kein Vorankommen und außerdem
hatten wir noch mehr als die Hälfte der Strecke zurückzulegen.
Endlich ging es dann auf der Autobahn zügig voran und das war auch
gut so, denn Zottel war schon ziemlich geschlaucht durch die Autofahrt
und Ruben hat ihn die ganze Zeit voll gelabert, damit er auch nicht einpennt.
Eine gute Strategie!
Als wir dann endlich in Cannes ankamen, hat uns auch schon Pierre in Empfang
genommen und nach einem kurzen Plausch dann zum Zeltplatz gebracht, wo
auch schon die Leute von CHAINSAW anwesend waren, welche auch ziemlich
früh aus Mannheim los sind. Und obwohl der Kettensägentransporter
nicht so schnell ist wie unsere Gefährte, waren sie schneller da
als wir! Sie waren halt so schlau, gleich die Autobahn zu fahren. Also
waren wir dann gegen 0 Uhr da und als dann die Zelte standen, konnte man
sich dem angenehmen Teil widmen und bei ein paar Bierchen den Tag ausklingen
lassen und sich über das Erlebte vom Tag unterhalten. Bei einigen
von uns ging das dann schon ziemlich lange! Und als dann Pierre noch sagte,
dass für das Wochenende regen gemeldet war, war die Freude natürlich
nicht so groß! Wenn man schon mal am Mittelmeer ist, will man auch
gutes Wetter haben! Oder? Aber das war nicht das Schlimmste! Es hieß
dann noch, dass wenn es regnet der Gig ausfällt, da dann eh keine
Leute kommen und das Ganze ja auch noch ein Open Air war! Am Mittelmeer
regnet es so gut wie nie und wenn dann doch, da bleiben die Leute lieber
zu Hause! Na ja, ich glaube die Franzosen sind aus Zucker! Es hieß
dann noch, dass es für diesen Fall eine Ersatzlocation gibt, denn
es wäre ja schade, wenn wir den weiten Weg umsonst auf uns genommen
hätten. Den Abend ließen wir uns jedenfalls nicht vermiesen
und genossen die ersten Biere am Mittelmeer!
Freitag,
16.06.06
Heute am Freitag stand Sightseeing auf dem Plan und wir zogen los, um
mit unserem Reiseführer Pierre zusammen Cannes erkunden! Nachdem
wir dann nach einer kurzen Nacht wieder auf gestanden waren, hieß
es erstmal Duschen gehen und sich um die Hygiene kümmern, was ja
auch ab und zu sein muss. Als ich aufstand, waren schon so ziemlich alle
wach und es war zwar warm, aber so richtig Sommer war nicht gerade. Nachdem
wir dann alle wach waren und uns etwas gestärkt hatten (Pierre war
schon zeitig unterwegs gewesen und hatte uns Kaffee und Croissants mitgebracht),
gings in die Autos und los!
Zuerst stand ein Besuch bei einem Kumpel von Pierre an, wo die Instrumente
von CHAINSAW verstaut wurden, denn die guten Stücke nach Cannes mit
reinzunehmen und dann im Auto zu lassen hielten wir für keine Gute
Idee. Nachdem das erledigt war, gings erstmal auf die Terrasse und
da gabs Badis mit Wasser gestreckt, für die, die nicht fahren
mussten. Cola oder Wasser für die Fahrer. Also wurde erstmal ein
Plausch gehalten und viel gelacht. Das Ganze geschah natürlich auf
Englisch, was für mich ein kleiner Nachteil war, denn mein Englisch
ist nicht so gut und so hab ich auch bloß die Hälfte verstanden
und musste mich dann auf die Übersetztung meiner Freunde verlassen.
Aber ich kann sagen, der Badis war ziemlich lecker und hat nach Anis geschmeckt.
So lecker wie er war, genau so eingeschlagen hat er auch! Und so fiel
das Laufen dann auch ziemlich schwer, als wir nach einer Weile sitzen
wieder zum Auto sind, um dann weiter nach Cannes reinzufahren.
Auf den Weg dahin machten wir noch an dem See Halt, wo das Konzert steigen
sollte.

Wir
begutachteten die Örtlichkeiten und wenn ich die Blicke richtig gedeutet
habe, waren alle recht skeptisch! Meine Wenigkeit auch! Die Bühne
für Samstagabend sollte eine Terrasse eines See-Imbisses sein, welche
aus Holz bestand und nicht sehr stabil aussah. Pierre meinte aber, dass
es gehen müsste, denn es spielen doch keine Hardcore Bands die immer
auf und ab springen-haha!!! Also gut, dachten wir. Wir waren gespannt,
was das geben wird! Unser Hauptproblem war aber immer noch, dass es nicht
regnen durfte, obwohl es ja so gemeldet war. Unser Motto: Abwarten und
Tee (bzw. Bier) trinken!
Wir machten dann weiter Richtung Cannes und bis zur Stadt ging es recht
schnell, aber durch die Stadt hindurch war die Hölle! Als wir dann
endlich auch einen Parkplatz gefunden hatten, gab es schon die ersten
Verluste zu beklagen. Magnus von CHAINSAW ging es jedenfalls nicht so
gut! Er hatte wahrscheinlich bei der Hitze zu wenig getrunken (ich meine
jetzt Getränke OHNE Alkohol!) und deswegen ein Sonnenstich davongetragen.
Also ruhte er sich in der Zeit bei Pierre aus, während wir los Richtung
Meer zogen.
Zwei Stunden hatten wir Zeit, ehe wir uns wieder treffen wollten, um dann
gemeinsam im Amstel Pub noch ein paar Bierchen zu trinken. Und die zwei
Stunden nutzten wir ausgiebig! Also ab ans Meer, noch paar Bier und was
zu essen besorgt und ab an den Strand! Ronny und Ich zogen gleich die
Badehosen an und welches Kleidungsstück fehlt dazu noch? Na klar,
die Kutte! Also Kutte an und mit wehenden Fahnen ab ins Meer! Sau geil
war das Ganze! Es ging zwar recht viel Wind, aber im Wasser war es angenehm.
Und so hieß es entspannen! Vorher hatten wir uns aber noch in Wasserakrobatik
versucht, was nicht so recht glücken wollte. Das Wasser war willig,
aber die Metaller waren schwach-haha! Leider wollten nicht alle ins Wasser,
aber da kann man nichts machen. Schee wars trotzdem mit allen Leuten
da am Strand rumzuhängen. Also gings dann nach den zwei Stunden
ab ins Pub! In der Zwischenzeit waren alle Leute wieder soweit auf dem
Damm und weiter gings mit schönem Bier. Und es sollte sich
der Pub noch mit der hiesigen Metal Szene füllen, so dass wir dann
eine gute Ansammlung von Leuten waren. Es war auch die Location, in der
das Konzi steigen sollte, wenn es doch regnen sollte (was aber keiner
hoffte!).
Gegen halb zehn brachen wir dann Richtung Campingplatz auf, um den Abend
da in gemütlicher Runde und mit ausreichend Bier ausklingen zu lassen.
Aber das erste Problem, was sich uns stellte, war: Wie finden wir unser
Auto? Klar im Vorteil ist, wer sich merkt, wo er seine Karre hingestellt
hat! Nachdem wir uns durchgefragt hatten, fanden wir mit viel Glück
dann das Parkhaus. Es war im Hilton Hotel, das hat sich aber
natürlich keiner von uns gemerkt. Jetzt hieß es bloß
noch den Campingplatz finden, was aber unser Navigationssystem managte.
CHAINSAW, die vor uns los sind, waren noch nicht da. Ronny und Ruben,
die mit Pierre noch länger geblieben waren, dafür schon. Also
Auto abgestellt und mit dazugehockt. Nach einer Weile trafen dann auch
CHAINSAW ein und somit war unser Lager vollständig. Zu unserer geselligen
Runde kamen dann später auch noch die Leute von ADDICTED hinzu, die
den Weg auf den Zeltplatz auch gefunden hatten. Also gings munter
weiter, bis es dann Null Uhr war und es einen Geburtstag zu feiern gab.
Aike war das das Geburtstagskind und wir hatten alle noch zuvor Tröten
und Partyhüte ausgeteilt bekommen, bevor wir dann als Überraschung
ein Geburtstagsständchen sangen und Aike die Geschenke bekam. Unter
anderem war da eine Brust aus Gummi mit dabei, sehr geile Idee! Was haben
wir gelacht! Und so feierten wir den ganzen Abend bis früh in den
Morgen hinein weiter und einer nach dem anderen verabschiedete sich ins
Zelt. Bester Abgang war der von Pierre, der per Stagediving ins Zelt ist.
Ein Wunder, dass er sich dabei nichts getan hat!
Schlussendlich ist es dann schon hell geworden und ich verabschiedete
mich auch ins Bett. Die anderen, die immer noch Kondition hatten, feierten
weiter. Keine Ahnung wie lange, aber es ist bestimmt spät geworden!

Samstag, 17.06.06
Nun war es soweit, der große Tag war da! Und es ist das eingetreten,
was alle befürchtet: Wir wachten auf und es regnete! Also hieß
es abwarten was passiert. Erstmal wollten wir eigentlich unseren Aufenthalt
auf dem Campingplatz verlängern, was aber leider nicht ging, denn
es gab Beschwerden, dass wir am Vorabend zu laut gewesen sein sollen und
deswegen jetzt zusammenpacken müssten. Ich lag zu diesem Zeitpunkt
noch im Zelt und schlief, als mich Ruben dann halb zwölf wach machte
und sagte, dass ich aufstehen muss und wir bis um eins den Campingplatz
verlassen haben müssen. Und wenn wir zu der Zeit nicht durch das
Tor sind, müssten wir noch den angefangenen Tag bezahlen, da dann
unser Code nicht mehr gültig sei. Also schnell aufgestanden, noch
unter die Dusche gesprungen und dann schnell Zelt abgebaut. Alle arbeiteten
zusammen und somit waren wir noch vor der vorgegebenen Zeit fertig. Gut
gemacht, würde ich sagen! Schnell in die Autos geschwungen und los.
Am Tor angelangt wollte es sich nicht öffnen lassen und wir dachten
schon Böses, als sich dann Zottel, Aike und Ruben aufmachten zu fragen,
was los ist. Als sie zurückkamen, öffnete sich das Tor und wir
machten uns auf zum See, wo das Open Air steigen sollte. Als wir dort
ankamen, war noch niemand weiter da und wir vertrieben uns die Zeit, tranken
erstmal Kaffee und verzehrten unser letztes Essen. Natürlich regnete
es und wir waren gespannt, wie es weiter gehen sollte. Dann endlich kamen
die Leute von ADDICTED, um mit dem Aufbau zu starten. Es hatte auch in
der Zwischenzeit aufgehört zu regnen. Nun wurden die Stromaggregate
herbeigebracht und es fanden sich zahlreiche Helfer ein und alle packten
kräftig mit an! Die ganzen Sachen mussten alle einen steinigen Berg
herunter getragen werden und nach und nach nahm alles Gestalt an. Man
hatte die Bühne auch für den Fall der Fälle mit einer Plane
überdacht. Als soweit dann alles getan war, gingen Nils und Ronny
noch in den See baden. Das Wetter war mittlerweile wieder richtig schön
geworden, so dass wir alle schön gammeln konnten. Ich wollte eigentlich
auch in den See, aber ich hatte seit morgens mit einer Erkältung
zu kämpfen und mir ging es alles andere als gut. Eigentlich hab ich
mich richtig krank gefühlt. Aber was solls, da musste ich jetzt
durch! So langsam kamen dann die ersten Leute und auch die anderen Bands
und es konnte losgehen. Auch für Essen und Trinken war gesorgt.
Gegen Abend stand die erste Band auf der Bühne: SORROW aus Nizza.
Wie spät es war, kann ich leider nicht mehr sagen, da ich irgendwie
das Gefühl für die Zeit verloren hatte. Aber SORROW fand ich
nicht schlecht, wenn man mal vom Sound absieht. Der war einfach nur noch
Scheiße! Proberaum und schlechter kann ich dazu nur sagen! Aber
die Leute gingen trotzdem gut ab und auch ich ließ mich zum Moshen
hinreißen. Musikalisch waren sie sehr Hatesphere-lastig und lieferten
eine gute Mischung aus Thrash und Death Metal ab. Mit einem besseren Sound
hätten die bestimmt gebombt wie die Sau!
Als zweites kamen dann ENGRAVED aus Marseille. Sie machten Thrash and
Roll und haben wirklich überzeugt! Der Sound war sehr viel besser
und es waren mittlerweile auch mehr Leute da. Mit Songs wie Sky
oder Killed By Death luden die Franzosen zum Tanze und so
blieb ein Moshpit nicht aus. Die Leute feierten die Band gut ab und das
zu Recht! ENGRAVED waren eine positive Überraschung für mich
und sie sind verdammt gut abgegangen!
Als drittes an dem Abend kamen dann HATCHERY und wir waren alle gespannt,
wie man bei dem Publikum so ankommt. Die Resonanz war mehr als positiv!
Es brauchte keinen ganzen Song und die Leute flippten völlig aus!

Es
wurde dieselbe Setlist wie in Frankenthal gespielt. Im Moshpit ging es
wahnsinnig zur Sache. Zottel packte seine Französischkenntnisse aus
und die Leute schienen ihn tatsächlich zu verstehen! Wer hätte
das gedacht? Doch auch so war die Verständigung nicht allzu problematisch.
Metal halt!!! Neben dem normalen Programm wie Eyes Of Horror,
"Your Time is Over oder auch Nothing nahm man auch
einen Klassiker mit ins Programm auf, welcher mit Pierre am Vorabend bei
zahlreichen Bier noch schnell eingeprobt wurde. Und so kam es, dass man
Pimmelmann Fotze spielte, einen hoch anspruchsvollen Song,
mit nachdenklich stimmenden Lyrics?! Man holte sich dazu auch noch Pierre
auf die Bühne, der das Ganze mitsang und natürlich grölte
auch ganze Publikum mit. Ob die wirklich wussten, was sie da gesungen
haben? Keine Ahnung, aber lustig war es trotzdem! Bei Train Of Blood
ging es dann wieder mächtig zur Sache und es entwickelte sich ein
geiler Moshpit. Ich hoffe, da ist niemand ernsthaft zu Schaden gekommen,
denn soviel Platz war da nicht vor der Bühne. Aber egal, das ist
Einsatz!

Nachdem
das Programm durch war, wurde noch kräftig nach einer Zugabe verlangt
und die sollten die Leute bekommen. Also gab es etwas Neueres: Wake
The Dead. Danach war dann aber für HATCHERY Schluss und Band
sowie Publikum bedankten sich gegenseitig für den geilen Gig. Alle
waren rundum zufrieden und ausgepowert, aber trotzdem hieß es schnell
abbauen und Platz machen für unsere holländischen Freunde von
CHAINSAW, mit denen wir ja unterwegs waren. Als ich dann Zottel, Ruben,
Ronny, Nils und die anderen alle gefragt habe, wie sie es fanden, waren
alle sehr zufrieden und glücklich. Und das können sie auch!
Als dann CHAINSAW dran waren, ging es wie gewohnt zur Sache und man leitete
den Gig wieder mit einem Run mit der Kettensäge ein! Die Leute waren
schon ganz gespannt und sie sollten nicht enttäuscht werden! Sie
sind auch hier vom ersten Song an mitgegangen und die vier Holländer
gaben alles.

Magnus
sah wieder fit aus, nachdem er den Tag zuvor mit der Hitze und Unwohlsein
zu kämpfen hatte. Auch die anderen waren voll dabei und so wurden
Songs wie The Blood Of Civilization oder auch das Cover Bloodlust
von Venom abgefeiert. Die Bühnenshow war wie immer ein Hinkucker
und das fanden auch die Franzosen! Höhepunkt war dann wieder das
Schwein, welches bei The Butcher Of Bagdad rausgeholt wurde.
Also ab gings: Das mit Kunstblut gefüllte Schwein wurde erstmal
schön geschlachtet und ausgenommen! Die Eingeweide flogen dann erstmal
ins Publikum, welches einen Heidenspaß damit hatte, ehe dann Aike
das Schwein nahm und sich das ganze Blut über die Birne kippte.

Und
dann geschah es: Auf einmal war der Strom weg! Also kurze Pause, in der
sich das Publikum mit dem Schwein vergnügte. So was hab ich noch
nicht gesehen! Diese verrückten Franzosen! Nachdem der Grund für
den Stromausfall gefunden war (Sicherung rausgesprungen), ging es weiter.
Man bekam immer wieder Chainsaw-Schreie aus dem Publikum mit
und dann war schon bald wieder Schluss. Die Vier mussten eher aufhören,
da der Veranstalter Angst hatte, dass die Bühne nicht hält und
da nun viele vom Publikum auf die Bühne sind und es kräftig
abging, war die Angst durchaus berechtigt! Die Bühne war nicht die
Stabilste (wie man am Anfang des Berichtes schon lesen konnte), da sie
nur auf Holzpfosten stand. Also war somit eigentlich das Interessanteste
schon rum!
Es folgte jetzt zur später Stund nur noch eine Band und das waren
IVROCNE MAIDEN. Wie der Name es vermuten lässt, eine Maiden Cover
Band, welche ich nur am Rande mitbekommen habe. Aber das, was die Leute
boten, war schon fast eine Vergewaltigung des Originals! Der Sound war
auf einmal wieder komplett Scheiße und hat immer mal wieder ganz
schön übersteuert. Der Gesang war auch nicht gerade der Hit,
genau wie das Spielerische von der Band! Man bekam Songs wie Two
Minutes To Midnight oder natürlich auch The Number Of
The Beast zu hören. Ruben, unser Maiden Fan, war übrigens
auch der Meinung, dass es nicht so toll war. Und der muss es ja wissen!
All so viele Leute waren nicht mehr da und so ließ man dann die
Nacht gemütlich ausklingen und trank noch das ein oder andere Bier,
ehe man sich dann im Zelt zur Ruhe begab. War schön so direkt am
See in unserem Lager, das wir illegal aufgeschlagen hatten. Aber wo keiner
Kläger ist, da ist auch keine Straftat!
Sonntag,
18.06.06
Jetzt war es wieder soweit, der Tag der Heimreise stand auf dem Plan.
Nachdem es bei unseren Fahrern bezüglich der Fahrweise leichte Unstimmigkeiten
gab, beschloss man getrennt zurückzufahren. Und so wollten Nils,
Krissi, Ruben und Ronny schon bei Zeiten los. Man verabschiedete sich
schon am Vorabend und wollte sich dann abends in Ludwigshafen wieder treffen.
Als meine Wenigkeit dann aufwachte und zusammenpackte, waren die anderen
schon weg, dachte ich zumindest. Als ich mit meinem Zeug am Auto ankam,
waren sie glücklicherweise aber doch noch da und mit dem Verstauen
der Sachen beschäftig. Aike von CHAINSAW war schon wieder mit Kochen
beschäftigt und machte Frühstück. Als dann bei uns alles
verstaut war, machten sich dann die ersten auf den Weg und wir blieben
noch etwas, um dann unser Auto zu bepacken und uns noch von den Leuten
von ADDICTED zu verabschieden, die wirklich ein geiles Konzi aufgezogen
haben. Trotz aller Vorbehalte! Es waren nämlich tatsächlich
so an die 200 Leute da gewesen. Und das bei der kleinen Szene am Mittelmeer!
Man ist sogar bis zu 200 km für ein Underground Konzi gefahren. Das
ist Metal, das ist Einsatz! So was findet man bei uns in Deutschland kaum
noch! Schade eigentlich! Im Nachhinein stellte sich sogar noch raus, dass
das Ganze gar nicht angemeldet war. Aber egal, ist ja alles reibungslos
gelaufen!
Eine Stunde später als die anderen machten wir uns dann selbst auf
den Weg. Diesmal ging es aber gleich auf die Autobahn, da wir ja schnell
nach Hause kommen wollten. Unterwegs noch Pause gemacht und was gegessen,
was aber wirklich nur Nahrungsaufnahme war, da es an dem Rasthof nicht
wirklich geschmeckt hat! Aber egal. Zottel, welcher unser Fahrer war,
sah schon ziemlich müde aus, aber er wollte trotzdem die Strecke
durchfahren, was ziemlich krass war. Als er aber doch später dann
fragte, ob ich fahren könnte, war ich schon ziemlich froh, denn mit
so einem Wochenende hinter sich und dann noch die komplette Strecke alleine
fahren-das ist einfach zu hart! Er schlief dann auch ziemlich schnell
ein und dann wurde es lustig: Wir kamen an eine Mautstation und mussten
fast alles löhnen, was wir noch an Geld hatten und es war noch ein
ganzes Stück zu fahren. Ich hatte schon Bedenken, Zottel war aber
die Ruhe in Person und meinte: Ach, fahr nur!. Also weiter
gings und schon wieder die scheiß Wegelagerer! Und jetzt wurde
das Geld wirklich knapp! Also ran an die Seite, Finanzen gecheckt und
beschlossen, dass wir doch die Autobahn verlassen und anders weiter fahren.
Also kamen wir dann irgendwann auf der deutschen Seite an und dann gings
durch bis nach Ludwigshafen, wo wir uns dann bei Ruben treffen wollten.
Erst noch schnell Maja heimgeschafft, die da ganz in der Nähe wohnt
und dann zu Ruben. Als wir dort ankamen, waren die anderen schon längst
da und Nils und Krissi waren schon wieder weg. Also noch was getrunken
und gequatscht und dann sind auch Ronny und ich wieder Heim nach Landau
und Zottel und Martina zu sich nach Hause gefahren.
Und so ging dann die Schizophrenic Maniac Tour auch zu Ende! Wir waren
zwar alle kaputt, aber doch zufrieden. Verging ganz schön schnell,
die Tour. Und ich bin mir sicher, dass man von HATCHERY noch einiges hören
wird. Die Jungs haben verdammt viel Potential! Also Leute, macht weiter
so!
Marcus666
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